Schiri-Team enttäuscht von frühem WM-Aus

Brych-Assistent wettert: „Das war die übelste Beschimpfung“

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An der Seiten von Felix Brych aktiv: Stefan Lupp war bei der WM 2018 nur einmal im Einsatz.

Die WM war für das deutsche Schiri-Team um Felix Brych eine einzige Enttäuschung. Nun äußert sich einer seiner Assistenten zu Wort.

Berlin - Schiedsrichter-Assistent Stefan Lupp hat nach dem frühen WM-Aus für das deutsche Team um Felix Brych die Aussagen von Serbiens Fußball-Nationaltrainer Mladen Krstajic scharf kritisiert. „Das war unsäglich und habe ich so noch nicht erlebt, das ist unfassbar. Wir wurden schon viel kritisiert, haben viel erlebt. Aber das war die wohl übelste Beschimpfung, die wir über uns ergehen lassen mussten“, sagte Lupp dem Portal Sportbuzzer.

Nach der 1:2-Vorrunden-Niederlage gegen die Schweiz hatte Krstajic gesagt, er wolle Brych nach Den Haag schicken. Das dort ansässige UN-Kriegsverbrechertribunal verurteilte zahlreiche Serben wegen Verbrechen während der Jugoslawien-Kriege.

„Haben uns nichts vorzuwerfen“

Bei seinem einzigen Einsatz bei der Weltmeisterschaft in Russland hatte Brych den Serben einen möglichen Elfmeter verweigert. „Wir haben die Szene analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, sagte Lupp. „Hätten wir die Entscheidung andersherum getroffen, hätte es aus der Schweiz Kritik gegeben. Die Entscheidung ist aus unserer Sicht immer noch 50:50, es gab kein Schwarz-Weiß. Deshalb gab es auch keinen Grund für den Videoschiri, einzugreifen.“ Lupp monierte zudem, dass der Weltverband FIFA „keine Begründung“ für das unerwartet frühe Aus mitteilte.

Einen kleinen Trost gibt es für Brych aber offenbar dennoch. Nach Informationen der Bild ernennt der Deutsche Fußball-Bund den 42 Jahre alten Münchner am Samstag zum „Schiedsrichter des Jahres“. Bei den Frauen soll demnach Bibiana Steinhaus ausgezeichnet werden. Der DFB ehrt nach einem einwöchigen Trainingslehrgang in Grassau besonders verdiente Unparteiische unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit der Auszeichnung „Schiedsrichter des Jahres“.

dpa

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