Nach verpatztem WM-Auftakt

Effenberg fordert Einsatz von zwei Spielern und übt Kritik an DFB-Star

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Stefan Effenberg.

Stefan Effenberg ist mit der Leistung des DFB-Teams bei der WM nicht zufrieden. Seine Forderung: Der Bundestrainer muss auf zwei Positionen umbauen. Außerdem kriegt ein weiterer Spieler sein Fett weg.

Berlin - Stefan Effenberg hat nach dem WM-Fehlstart der deutschen Nationalmannschaft für das nächste Spiel gegen Schweden personelle Konsequenzen gefordert. „Für Khedira sollte Ilkay Gündogan spielen. Er ist auch ein Taktgeber. Die Mannschaft braucht einfach gefährliche Bälle aus dem zentralen Raum in die Spitze - das hat gegen Mexiko komplett gefehlt“, sagte der Ex-Nationalspieler dem Internetportal t-online.de.

Noch vor einer Woche hatte Effenberg den Rauswurf Gündogans aus dem DFB-Team nach dessen umstrittenen Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angemahnt. In der Partie gegen Schweden am Samstag in Sotschi (17.00 Uhr/ZDF) soll laut Effenberg zudem Marco Reus anstelle von Mesut Özil auflaufen.

Effenberg: „Wichtigstes Spiel war das gegen den stärksten Gruppengegner: Mexiko“

„Ich konnte es schon nicht nachvollziehen, dass Reus gegen Mexiko nicht von Beginn an gespielt hat. Wenn es stimmt, was Reus nach dem Spiel gesagt hat, dass er erst in den "wichtigen Spielen' vorgesehen war, dann hat der Bundestrainer das völlig falsch eingeschätzt. Das wichtigste Spiel war nämlich das gegen den stärksten Gruppengegner: Mexiko“, meinte Effenberg. Die DFB-Elf hatte ihre Auftaktpartie mit 0:1 verloren. Bei einer weiteren Niederlage gegen Schweden droht das frühe WM-Aus.

Von Innenverteidiger Mats Hummels wünscht sich Effenberg künftig nicht nur kritische Worte nach dem Spiel, sondern eine Reaktion auf dem Platz. „Mats Hummels hat sich nach der Partie klar und deutlich geäußert und das Verhalten seiner Mitspieler kritisiert. Ich finde das gut. Was ich nicht gut fand: Ein Führungsspieler wie Hummels muss schon während des Spiels auf dem Platz irgendwie Einfluss nehmen. Er muss mit seinen Mitspielern und mit dem Trainer reden, wenn ihm Mängel auffallen. Ich weiß nicht, ob das hinreichend geschehen ist“, sagte Effenberg.

Allerdings fanden nicht alle Hummels Kritik angebracht, so wie etwa Marcel Reif. Dieser kritisiert dessen öffentliche Äußerung bei „hart aber fair“.

Wer an anderen Meinungen interessiert ist, sollte sich ansehen, wie Mario Basler seine Nachfolger Özil und Khedira beleidigt hat, denn im Fernsehen ließ er kein gutes Haar an den beiden.

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dpa/tz

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