Auch verbotene Getränke kosten Geld 

Strafen bei der Fußball-WM: Falsche Socken kosten Schweden 60.000 Euro

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Gezogen: Marcus Berg (rechts) prüft hier, ob Johan Djourous eine falsche Hose trägt. Die Schweden hatten im Spiel gegen die Schweiz verbotene Socken an und mussten Strafe zahlen.

Gelbe und Rote Karten sind längst nicht die einzigen Strafen bei der Fußball-WM. Wer sich falsch verhält, muss beim Fußballweltverband Fifa im Zweifel nämlich richtig viel Geld lassen.

Und dabei geht es nicht um Grätschen und Handspiele, sondern um falsche Strümpfe und Getränke. Eine Übersicht über die bisher höchsten, kuriosesten und unverhältnismäßigsten Geldstrafen der Fifa, die zum Teil für Aufregung gesorgt haben.

Das sind die skurrilsten Strafen

So teure Strümpfe hat vermutlich noch nicht einmal Victoria-Secret-Engel Heidi Klum jemals auf dem Laufsteg getragen: Der schwedische Fußballverband musste umgerechnet rund 60.000 Euro zahlen, weil die Spieler im Achtelfinale gegen die Schweiz falsche Socken getragen hatten. Die Strafe gab es für den Verstoß gegen die Medien- und Marketingregeln. Und weil das nicht genug ist: Team-Kapitän Andreas Granqvist trug auch im Viertelfinale gegen England falsche Socken. Nächste Strafe. Wieder rund 60.000 Euro.

Schweden ist mit diesem grotesken Tadel aber nicht allein. Erst kurz vorher haben die Kroaten mit einer Strafe von rund 60.300 Euro einen drauf bekommen. Der Grund: Falsche Getränke. Diese dürfen nämlich nur von den offiziellen Fifa-Sponsoren stammen. Steht Coca Cola auf der Flasche, ist also alles halb so wild. Alles andere, was nicht werbekonform ist, wird sanktioniert.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Wer bekam die meisten Strafen?

Was die Summe angeht, ist Schweden zwar mittlerweile Spitzenreiter. Die längste Liste an Fifa-Strafen haben in diesem Jahr aber die Serben geschrieben. Insgesamt musste der Verband fast 77.000 Euro bezahlen, weil er viermal gegen die Regeln verstoßen hatte. Im Spiel gegen die Schweiz gab es einen Rüffel, weil Fans diskriminierende Banner gezeigt und Gegenstände geworfen hatten.

Ein diskriminierendes Banner hatte es bereits beim Spiel gegen Costa Rica gegeben. Beleidigende Worte gab es – weil einige es immer noch nicht gelernt hatten – auch noch einmal beim Spiel gegen Brasilien.

Trainer Mladen Krstajic handelte Serbien eine Strafe gleich nach dem Spiel gegen die Schweiz ein. Nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters Felix Brych wollte er diesen „nach Den Haag“ vor das UN-Kriegsverbrechertribunal schicken. Allerdings kostete Krstajic seine Äußerung nur etwa 4300 Euro – ein Schnapper im Vergleich zu falschen Strümpfen unter den Stutzen.

Was waren die höchsten Strafen?

Als den bislang größten Bösewicht, zumindest was die Einzelstrafen anbelangt, bewertete die Fifa den argentinischen Verband. Fast 91.000 Euro Strafe und eine Verwarnung gab es in der Vorrundenpartie gegen Kroatien. Beleidigende Schlachtrufe, Gegenstände von den Rängen und Gewalt zwischen den Fans sorgten hier für die strenge Sanktion des Fußballweltverbandes – immerhin billiger als ein Strumpf-Patzer der Schweden.

Deutschland hat sich in der Rangliste der Fifa-Strafen vorbildlich zurückgehalten. 8608 Euro Geldbuße gab es aber für die DFB-Mitarbeiter Georg Behlau und Ulrich Voigt wegen unsportlichen Verhaltens im Spiel gegen Schweden. Nach dem Sieg hatten diese provozierend vor schwedischen Delegationsmitgliedern gejubelt. Danach gab es Gerangel.  

Fifa-Sünderliste im Überblick: 

• Schweden (ca. 120 000 Euro) 

• Argentinien (90 383 Euro) 

• Serbien (76 546 Euro Euro) 

• Kroatien (71 435 Euro) 

• Marokko (55 951 Euro) 

• Schweiz (51 648 Euro) 

• Mexiko (21 519 Euro) 

• Dänemark (17 216 Euro)

• Polen (8608 Euro) 

• Deutschland (8608 Euro)

• Russland (8608 Euro)

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