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Gegen sie tritt keiner gerne an: Mit Wolfsburgs Casteels und Bochums Riemann treffen die zwei besten Elfer-Killer aufeinander

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Von: Björn Friedrichs

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Koen Casteels.
Zwei Elfer-Töter: Bochums Torwart Manuel Riemann und Wolfsburgs Koen Casteels treffen am Samstag aufeinander. ©  Imago/Revierfoto

Der zwölfte Spieltag der Fußball-Bundesliga steht an: Und diesmal blicken wir im Voraus nicht auf die gefährlichsten Stürmer, die trickreichsten Mittelfeldspieler oder die härtesten Verteidiger.

Im Fokus stehen diesmal die Torhüter, von denen einige vor allem aus elf Metern nur schwer zu überwinden sind.

VfL Wolfsburg - VfL Bochum (heute, 15.30 Uhr/Sky). Auf den ersten Blick nur ein Aufeinandertreffen zweier Kellerteams – aber: bei Wolfsburg steht Koen Casteels im Tor. Der belgische Schlussmann zog am vergangenen Wochenende in einen elitären Kreis ein. Nachdem Leverkusens Moussa Diaby einen Elfmeter am Tor vorbeischoss, ist Casteels der elfte Bundesliga-Keeper, gegen den mindestens 15 Strafstöße nicht verwandelt wurden. Casteels hat unter diesen Torhütern bei insgesamt 42 Elfmetern sogar den viertbesten Prozentwert, wie die Grafik unseres Statistikers Werner Welsch zeigt. Und er ist nach dem Schweden Ronnie Hellström erst der zweite Ausländer in dieser Rangliste.

Auch der VfL Bochum hat einen echten Elfmeter-Killer im Tor: Manuel Riemann. Der 34-jährige ließ nur sieben von vierzehn Bundesliga-Strafstößen gegen sich rein – eine starke Quote. Allerdings muss der VfL im eigenen Strafraum besser aufpassen. Mit bereits acht verursachten Elfmetern sind sie einsamer Spitzenreiter in dieser Saison. Auf Dauer hilft da auch kein Riemann mehr.

Statistik der besten Elfer-Killer.
Statistik der besten Elfer-Killer. © HNA

FC Bayern München - FSV Mainz 05 (heute, 15.30 Uhr/Sky). Der FC Bayern muss beim Versuch, erstmals seit dem 4. Spieltag zumindest über Nacht wieder auf Tabellenplatz eins zu springen, gegen die stark aufspielenden Mainzer ran – jedoch erneut ohne Manuel Neuer. Der deutsche Nationalkeeper laboriert weiter an einer Schulterverletzung. Was Elfmeter angeht, pariert der 36-Jährige mehr als jeden vierten Strafstoß: Neun Von 32 Versuchen hielt Neuer (28,13) Prozent, ganz anders sieht das bei seinem Ersatzmann Sven Ulreich aus. Der hat in seiner Karriere erst sechs von 44 Strafstößen abgewehrt (13,64 Prozent).

RB Leipzig - Bayer Leverkusen (heute, 15.30 Uhr/Sky). Vor der Saison hatten viele Experten dieses Duell als Spitzenspiel erwartet. Nun ist es nur das Duell des Tabellenachten gegen den 15. Beide haben aber in der Champions League ein bisschen Selbstvertrauen tanken können. Leipzig bezwang Real Madrid 3:2, Leverkusen holte trotz des feststehenden Ausscheidens immerhin einen Punkt bei Atletico Madrid. Besonders im Mittelpunkt: Bayer-Torwart Lukas Hradecky. Nach dem Schlusspfiff wurde Atletico noch ein Elfmeter zugesprochen, den wehrte der Finne aber ab. Bei Leipzig könnte der nachverpflichtete Örjan Nyland erstmals zum Einsatz kommen. In seiner Bundesliga-Zeit bei Ingolstadt hielt er einen von vier Strafstößen.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund (heute, 18.30 Uhr/Sky). Beide Teams feierten Erfolge in der Champions-League, nun kann aber nur der Gewinner des direkten Duells Anschluss zur Tabellenspitze halten. Besonderer Fokus liegt in Sachen Elfmeter auf dem Dortmunder Keeper Gregor Kobel. Der hat seinen BVB am Dienstag mit dem gehaltenen Strafstoß von Manchesters Riyad Mahrez ins Achtelfinale gehoben. In der Bundesliga hat er allerdings zuletzt im Februar 2021 einen Elfer abgewehrt. Kobel spielte noch bei Stuttgart, damals hieß der Gegner Schalke. Ebenfalls zuletzt gegen Schalke hielt Frankfurts Kevin Trapp einen Elfmeter – und das in der gleichen Saison wie Kobel. Bei ihm war es im Mai 2021. (Dennis Pritsch, Werner Welsch und Björn Friedrichs)

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