„Wollen den Ruf neu aufbauen“

Infantino klagt: „FIFA-Bashing ist zum Volkssport geworden“

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Enger zusammenführen möchte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Fußball-Welt.

Manama - Die FIFA genießt aufgrund der vielen Korruptions-Vorfälle der vergangenen Jahre vielerorts mittlerweile einen fragwürdigen Ruf. Das stört offenbar Chef Gianni Infantino.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat einen angeblich unfairen Umgang mit dem Fußball-Weltverband und seiner Person beklagt. Es gebe „viele Fake News und alternative Fakten“ rund um die FIFA, „gerade in gewissen Ländern ist dieses FIFA-Bashing zum Volkssport geworden“, sagte Infantino am Donnerstag in seiner Ansprache beim FIFA-Kongress im bahrainischen Manama. „Wir sind dabei, den Ruf der FIFA neu aufzubauen. Wir haben eine Organisation übernommen, die auf dem Tiefpunkt war.“

„Die FIFA ist kein deutsch-Schweizer Verein“

Erst zuletzt hatte es deutliche Kritik an der Entscheidung gegeben, den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert und den Schweizer Chef-Ermittler Cornel Borbley als Spitzen der FIFA-Ethikkommission abzusetzen. „Alle Regionen“ sollten vertreten sein, begründete Infantino die zahlreichen Änderungen in den Gremien. Zuvor sagte er auf deutsch in seiner Rede: „Die FIFA ist kein deutsch-Schweizer Verein.“

Keine Ratschläge erwünscht

Ohne Namen zu nennen, lehnte Infantino öffentliche Ratschläge früherer Verantwortlicher für gute Unternehmensführung ab. „Wo sind all die selbsternannten Good Governance Experten, sie sind alle kläglich gescheitert“, sagte der 47-Jährige. „Ich möchte es ein für alle Mal klar sagen: Wir werden keine Good-Governance-Lektionen von denen annehmen, die kläglich gescheitert sind, den Fußball vor der FIFA zu schützen.“ Zuletzt hatte beispielsweise Mark Pieth, früherer Governance-Beauftragter der FIFA, Infantino kritisiert und „eine autokratische Machtergreifung“ durch den Schweizer beklagt.

dpa

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