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Gibt’s im Oman schon Erkenntnisse? Erster und letzter Test für das DFB-Team vor der WM

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Von: Maximilian Bülau

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Hansi Flick.
Was heckt er aus? Bundestrainer Hansi Flick muss bis zum ersten WM-Spiel am kommenden Mittwoch eine Startelf zusammenstellen. © Christian Charisius/dpa

Der Oman ist nicht Japan. Und es wird wohl auch nicht darauf hinauslaufen, dass Fußball-Bundestrainer Hansi Flick eine Woche vor dem ersten WM-Spiel der Deutschen – der Partie gegen die Japaner – heute im ersten und einzigen Test im Oman (18 Uhr/RTL) seine Startelf für den Turnierauftakt aufbieten wird.

Dafür ist der 73. der Weltrangliste dann doch auch eine zu kleine Nummer im Weltfußball, die Partie zu wenig aussagekräftig. Und doch ist es eben genau diese Frage, die wohl die meisten Fußball-Fans gerade umtreibt: Was überlegt sich Flick für die WM? Wen lässt er spielen? Wer muss mit der Rolle des Auswechselspielers zurechtkommen?

Im Tor ist alles geregelt. Kapitän Manuel Neuer ist wieder fit und gesetzt. Erster Ersatzmann wäre Marc-André ter Stegen, Kevin Trapp wird in Katar wohl mehr Tourist als Fußballer sein.

Doch in der Abwehr geht das Rätseln bereits los. Gut, Antonio Rüdiger wird als Abwehrchef gesetzt sein. Auch wenn er zuletzt bei Real Madrid eine Verletzung auskurierte. Daneben? Wohl am ehesten Niklas Süle. Oder greift Flick im zwar heißen, aber klimatisierten Katar auf die Brasilien-Taktik zurück und versucht es eher mit vier gelernten Innenverteidigern? Dann wären wohl auch Nico Schlotterbeck und Matthias Ginter gesetzt. Viele Alternativen als Außenverteidiger gibt es ohnehin nicht: Christian Günter, Lukas Klostermann und Thilo Kehrer. Nimmt man die vergangenen Spiele als Referenz, ist aber wahrscheinlichsten, dass Kehrer links eine Chance bekommt und Jonas Hofmann zurückgezogen wird und den Gegenpart spielt – dann mit Rüdiger und Süle im Abwehrzentrum.

Probleme gibt es im Mittelfeld dagegen nur, weil der Bundestrainer nicht zu viel, aber sehr viel Auswahl hat. Joshua Kimmich ist als ein Sechser gesetzt. Neben ihm kommen wohl Ilkay Gündogan und Leon Goretzka in Frage. Auch ein etwas zurückgezogener Jamal Musiala wäre eine Option. Was die Vergangenheit aber gezeigt hat: Eigentlich braucht die Nationalmannschaft neben Kimmich einen eher defensiv ausgelegten Spieler im Zentrum. Denn zumeist funktioniert der Fußball unter Flick so: Pressing und Ballbesitz. Sollten die Deutschen gegen Teams wie Japan und Costa Rica um den gegnerischen Strafraum herumspielen und Lücken suchen, dann ist der Schwachpunkt bei Ballverlust die Absicherung. Gündogan, Goretzka und Musiala sind allesamt nicht die besten Optionen dafür.

Es bleiben vier Offensivstellen, die wohl das größte Fragezeichen bilden. Was allerdings kein Problem ist, da alle Möglichkeiten enorm viel Qualität mitbringen. Serge Gnabry wird auch dank seines Formhochs erst mal zum Stamm gehören. Musiala müsste es als derzeit wohl bester deutscher Fußballer – aber Flick ist auch ein Fan und Freund von Thomas Müller. Links dürfte zunächst Leroy Sané beginnen. In der Spitze ist dagegen alles offen.

Durch die Ausfälle von Timo Werner und Lukas Nmecha sind die Optionen weniger geworden. Aber eine klare Nummer eins im Angriff gibt es eben nicht. Gibt Flick also Niclas Füllkrug oder Youssoufa Moukoko eine Chance? Oder wird Kai Havertz erneut umfunktioniert?

Im Oman wird es dahingehend wohl noch keine Erkenntnisse geben. Diese Fragen werden erst in einer Woche beantwortet. (Maximilian Bülau)

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