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Gipfeltreffen in Wolfsburg: So ist die Lage im Frauenfußball

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Von: Maximilian Bülau

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Pauline Bremer (rechts) und Jill Roord.
Jubel über ein Tor einer Göttingerin: Pauline Bremer (rechts) erzielte am vergangenen Wochenende beim 4:1 gegen Frankfurt das 4:0. Links: Doppelpackerin Jill Roord. ©  Imago/HJS

Am Sonntag steht in der Frauenfußball-Bundesliga um 14 Uhr das Topspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München an (NDR und BR).

Beide Teams waren in der zurückliegenden Woche auch in der Champions League aktiv – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Wir blicken vor der entscheidenden Phase der Saison einmal auf die aktuelle Lage bei den Frauen: Wie sieht es in der Liga aus, wie im Pokal, wer ist international noch vertreten und welche Aufgaben warten aufs Nationalteam?

Bundesliga

In der Bundesliga stehen noch vier Spieltage an – an denen sich entscheiden wird, wer sich Platz eins und somit die Meisterschale sichern wird. In der Verlosung stehen noch Tabellenführer Wolfsburg und die zweitplatzierten Bayern. Beide Mannschaften trennen derzeit nur ein Punkt, der Dritte Potsdam hat dagegen bereits zehn Zähler Rückstand auf den VfL. Am Sonntag steht nun das direkte Duell zwischen Wolfsburg und München an. Wer gewinnt, macht einen großen Schritt Richtung Titel.

Mittendrin sind dann auch zwei Spielerinnen aus unserer Region. Bei Wolfsburg ist die Göttingerin Pauline Bremer aktiv, die ihre ersten fußballerischen Schritte bei der SVG Göttingen gemacht hat. Für die Bayern verteidigt die Baunatalerin Carolin Simon, die in ihrer Jugend für Eintracht Baunatal gespielt hat.

DFB-Pokal

Im Pokal stehen als nächstes die Halbfinals an. Am 17. April kommt es dabei ausgerechnet zum Duell zwischen Bayern München und Wolfsburg – ein vorgezogenes Finale also. Die Bayern haben im Viertelfinale 9:1 gegen Carl Zeiss Jena gewonnen und zogen so ebenso wie der VfL Wolfsburg durch einen 7:0-Sieg gegen den SC Sand in die Vorschlussrunde ein.

Im zweiten Duell stehen sich Turbine Potsdam, aktueller Bundesliga-Dritter, und Bayer Leverkusen, derzeit auf Platz sieben, gegenüber. Potsdam gewann im Viertelfinale 7:0 gegen den Zweitligisten Henstedt-Ulzburg. Leverkusen setzte sich gegen die SGS Essen mit 2:1 durch.

Auch im zweiten Halbfinale steckt ein Stück Nordhessen: In Leverkusen ist Melissa Friedrich Teil der Innenverteidigung, die wie ihre Brüder Steffen und Marvin (spielt in Mönchengladbach) aus Guxhagen stammt.

Champions League

Der VfL Wolfsburg hat sich am Donnerstag durch einen 2:0-Sieg gegen Arsenal London – nach einem 1:1 im Hinspiel – für das Halbfinale der Königsklasse qualifiziert. Der FC Bayern ist einen Tag vorher dagegen ausgeschieden. Die stark ersatzgeschwächten Münchnerinnen schafften es nach einem 1:2 im ersten Duell gegen Paris St. Germain in die Verlängerung, waren überlegen. Doch die Französinnen erzielten in dieser das 2:2, die Bayern flogen dadurch raus.

Die Wölfinnen treffen nun auf den FC Barcelona, Titelverteidiger des Wettbewerbs. Hinspiel ist am 23. April – wer ins Finale einzieht, entscheidet sich dann eine Woche später. Für den VfL stehen also die Wochen der Wahrheit an. Nach dem Bundesliga-Topspiel am Sonntag gegen die Bayern wartet das Pokal-Halbfinale gegen denselben Gegner, anschließend das erste Halbfinale gegen die Spanierinnen.

Noch nicht sicher ist, wer in der Bundesliga am Ende Rang drei belegt und dadurch in der kommenden Spielzeit neben Wolfsburg und München ebenfalls an der Champions League teilnehmen darf. Chancen haben Potsdam, Hoffenheim sowie Eintracht Frankfurt.

Nationalmannschaft

Nach der Bundesliga-Saison steht im Sommer noch ein Höhepunkt für die deutschen Fußball-Frauen an. Denn die Nationalmannschaft hat sich auch für die EM in England qualifiziert.

Bevor die ersten Gruppenspiele anstehen, muss Deutschland aber noch am 9. April und 12. April in der WM-Qualifikation gegen Portugal und Serbien ran. Das Ticket für dieses Turnier hat das Team von Martina Voss-Tecklenburg schon so gut wie sicher, benötigt nur noch einen Punkt aus den beiden Partien.

Am 8. Juli findet dann das erste EM-Spiel der DFB-Frauen gegen Dänemark statt. Weitere Gruppengegner der deutschen Frauen sind Spanien und Finnland. (Etienne Recknagel und Maximilian Bülau)

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