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Eine WM für die Rekordtorschützen ihres Landes: Giroud ist vorbei, Kane wartet noch

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Von: Maximilian Bülau

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Olivier Giroud.
Artistisch kann er es auch: Olivier Giroud hat Thierry Henry während der WM als Rekordtorschütze Frankreichs abgelöst. © Odd Andersen/afp

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist eine für die Torjäger. Beim 3:1-Achtelfinal-Erfolg der Franzosen am Sonntag gegen Polen traf Olivier Giroud zum 1:0 (44.) und schaffte Historisches.

Harry Kane erzielte für England gegen Senegal das 2:0 (45.+3) und hat Wayne Rooney im Blick. Und auch Lionel Messi sowie Memphis Depay jubelten am Samstag beim Viertelfinaleinzug ihrer Heimatländer, stehen schon ganz oben oder sind kurz davor. Wir blicken auf die Liste der Rekordtorschützen einiger verbliebener Nationen bei der WM.

Frankreich

Der aktuelle Weltmeister hat das Viertelfinale erreicht und trifft dort am kommenden Samstag auf England – es ist das erste Mal, dass sich diese beide Länder bei einem Turnier begegnen. Anteil daran hatte Olivier Giroud mit seinem Treffer gegen Polen, Kylian Mbappé erzielte die weiteren Tore, Robert Lewandowski sorgte per Elfmeter in der Nachspielzeit nur noch für Ergebniskosmetik. Klar, Lewandowski ist mit 78 Länderspieltreffern bei 138 Einsätzen Rekordhalter seines Heimatlandes. Aber auch Giroud steht nun ganz oben, hat mit seinem Tor gegen Polen, dem 52. für Frankreich, Thierry Henry abgelöst. Auf Rang drei steht mit Antoine Griezmann (42) ein weiterer noch aktiver Spieler. Mbappé hat mit seinem Doppelpack gegen Polen Zinédine Zidane überholt und liegt bereits auf Platz sieben (33).

Für Giroud war es bereits der dritte Treffer bei dieser WM nach seinem Doppelpack zum Auftakt gegen Australien. Beim Titelgewinn 2018 hatte der 36-Jährige das Kunststück vollbracht, in jedem Spiel auf dem Feld zu stehen, aber keinen Torschuss abzugeben. Dennoch war der Mittelstürmer ein entscheidender Faktor.

England

Harry Kane hat seinen Torfluch in Katar gebannt und seinen ersten Turniertreffer erzielt. Beim 3:0 gegen Senegal waren zudem Jordan Henderson und Bukayo Saka erfolgreich. Kane, 29 Jahre alt, steht nun bei 52 Länderspieltoren für England. Er hat nur noch eins weniger auf dem Konto als Wayne Rooney – der Rekordtorschütze der Three Lions.

Brasilien

Hätte Neymar in der Gruppenphase nicht zweimal verletzt zuschauen müssen, vielleicht hätte der Brasilianer bereits einen gewissen Pelé auf Platz eins der Torschützenliste seines Heimatlandes abgelöst. Noch steht der 30-Jährige mit 75 Treffern auf Rang zwei – Pelé, der zuletzt wegen einer Atemwegsinfektion in einer Klinik war, hat zwei mehr.

Niederlande

Memphis Depay gehörte bei diesem Turnier nicht immer zur Stammformation der Niederlande. In den ersten beiden Partien wurde der 28-Jährige nur eingewechselt. Im Achtelfinale am Samstag gegen die USA war Depay dann aber von Beginn an dabei – und er dankte es seinem Trainer Louis van Gaal mit dem Treffer zum 1:0 in der zehnten Minute. Es war Depays 43. Länderspieltor – nur Robin van Persie hat mehr, der bei 50 steht. Eine Ablösung während der WM ist also nicht allzu wahrscheinlich – selbst wenn es für die Niederländer noch weit geht.

Marokko

Auf das letzte afrikanische Team, das noch in Katar dabei ist, wartet heute die schwierige Aufgabe Spanien. Sollte Hakiem Ziyech vom FC Chelsea in dieser Partie erfolgreich sein, dann würde er mit Rekordhalter Ayoub El Kaabi gleichziehen. Der erzielte 20 Länderspieltreffer. Ziyech hat bislang ein WM-Tor auf dem Konto, traf beim 2:1 gegen Kanada.

Portugal

Für die Portugiesen steht heute das Achtelfinale gegen die Schweiz an. Mit dabei wird dann auch Cristiano Ronaldo sein. Der ist mit 118 Toren für sein Heimatland der erfolgreichste Länderspieltorschütze überhaupt. Bei der WM traf er bislang einmal gegen Ghana.

Argentinien

Bereits drei WM-Treffer in Katar gelangen Lionel Messi. Der 35 Jahre alte Argentinier ist mit 94 Länderspieltoren – natürlich – Rekordhalter. (Maximilian Bülau)

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