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Auffälligkeiten des Auslandsfuaßballs: Giroud trifft und fliegt, Pique weint

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Von: Maximilian Bülau, Pascal Spindler

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Gerard Pique.
Trikot aus, Tränen raus: Olivier Giroud und Theo Hernandez (linkes Bild von links) vom AC Mailand bejubeln den späten Siegtreffer: Rechts: Gerard Pique verabschiedet sich nach seinem letzten Spiel von den Fans des FC Barcelona. © Josep Lago/afp

Große Gefühle in Barcelona, ein später Siegtreffer samt Platzverweis in Italien, Ungläubigkeit in Polen, ein Titel für einen ehemaligen Hannoveraner in den USA und noch viel mehr – das Wochenende hatte wieder einiges zu bieten.

Wir haben die Auffälligkeiten des Auslandsfußballs gesammelt.

Tränenreicher Abschied: Es war sein letzter Auftritt im Camp Nou, der letzte einer grandiosen Karriere. Gerard Pique stand am Samstag ein letztes Mal für seinen Herzensklub FC Barcelona auf dem Rasen. Am vergangenen Donnerstag hatte er überraschend sein Karriereende angekündigt. Mehr als 600 Profi-Spiele bestritt der 35-Jährige für die Katalanen, holte jede Menge Titel. Nun ist Schluss. Beim 2:0-Sieg gegen UD Almeria absolvierte er seine letzten 85 Minuten im Barca-Dress, wurde schließlich unter donnerndem Applaus ausgewechselt. Nach der Partie schnappte er sich ein Mikrofon, sprach unter Tränen: „Nach einer Beziehung mit viel Liebe und Leidenschaft brauche ich eine Luftveränderung. Aber ich bin sicher, dass ich in Zukunft wieder hier sein werde.“

Ereignisreiche Schlussphase: AC Mailands Oliver Giroud erlebte im Ligaspiel gegen Spezia Calcio ein Wechselbad der Gefühle: In der 89. Minute traf der Franzose zum späten 2:1, riss sich anschließend sein Trikot vom Körper und jubelte ausgelassen. Blöd nur, dass der Stürmer zuvor bereits Gelb gesehen hatte, für seinen halbnackten Torjubel folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz flog. Immerhin: Durch Girouds Tor kletterten die Mailänder in der Tabelle auf Platz zwei, Spitzenreiter bleibt der SSC Neapel, der die Partie beim nun drittplatzierten Atalanta Bergamo nach Rückstand noch in einen 2:1-Sieg drehte.

Ganz schöne Distanz: Was war das denn für ein Tor? Lukas Podolski spielt mittlerweile für den polnischen Klub Gornik Zabrze – und hat dort am Wochenende einen ganz besonderen Distanzhammer ausgepackt. Aus der eigenen Hälfte hob der ehemalige DFB-Nationalspieler den Ball zum 4:1-Erfolg seines Klubs bei Pogon Stettin über Torhüter Bartosz Klebaniuk hinweg in den Kasten. Der staunte nicht schlecht, auch Podolskis Mitspieler schüttelten ungläubig den Kopf. Und selbst die gegnerischen Fans waren so begeistert, dass sie den 37-Jährigen mit stehenden Ovationen feierten.

Packendes Finale: Was für ein Endspiel! In der US-amerikanischen MLS ging es zwischen Philadelphia Union und LA Galaxy um den Titel. Galaxy, das vom Ex-Hannoveraner Steven Cherundolo trainiert wird, lag zweimal vorn, doch Philadelphia rettete sich in die Verlängerung – und ging da selbst in Führung. In der achten Minute der Nachspielzeit sorgte allerdings Gareth Bale für den 3:3-Ausgleich. Es ging ins Elfmeterschießen. Dieses gewann Galaxy schließlich 3:0.

Späte Entscheidung: Erling Haaland ist nach seiner Verletzungspause zurück bei Manchester City – und er macht gleich wieder Haaland-Sachen. Der Norweger traf gegen Fulham als Einwechselspieler in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1. Tabellenführer bleibt aber Arsenal nach einem 1:0 gegen Chelsea. (Pascal Spindler und Maximilian Bülau)

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