Aus für den Bundesligisten, Real weiter

Schnellcheck zur Champions League: Gladbach darf nicht lange hoffen

Breel Embolo.
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Enttäuscht: Mönchengladbachs Breel Embolo kniet auf dem Rasen in Budapest. Sein Team schied im Achtelfinale aus.

Mission aussichtslos. Oder? Ein 0:2 aus dem Hinspiel aufholen, das ausgerechnet bei der Ballbesitz-Maschine Manchester City – wesentlich schwerer kann eine fußballerische Aufgabe nicht sein.

Borussia Mönchengladbach wollte sie trotzdem angehen. Wie es ausging? Die Antwort gibt der Schnellcheck.

Gab es eine realistische Chance für Gladbach?

Kurz gesagt: Nein! Etwas ausführlicher zusammengefasst: City ließ es trotz des Hinspielsieges nicht schleifen, hatte die Partie zu jeder Zeit im Griff. So war die Chance auf ein kleines Wunder für die Gladbacher schon zur Halbzeit längst verpufft.

Was bedeutet die Niederlage für die Borussia?

Es ist wettbewerbsübergreifend die siebte Niederlage in Folge. Und das neunte Spiel am Stück ohne Sieg. Gladbach ist auf dem Weg, der FC Schalke des Mittelstandes zu werden – seit Wochen dem Niedergang geweiht. Der Weg wird nicht mehr in den Bundesliga-Keller führen, erinnert aber fatal an den Beginn der königsblauen Misere im vergangenen Frühjahr. Gegen wen Gladbach am kommenden Wochenende im Liga-Alltag ran muss? Sie ahnen es bereits!

Zurück zum Spiel: Wie lange hielten die Gäste dem übermächtigen Gegner stand?

Zunächst einmal: Gäste waren ja einmal mehr beide. Denn wo fand das Spiel statt? Natürlich in Budapest. Ungarns Hauptstadt wird langsam die Heimat der Königsklasse. Paradox, dieser Fußball in Zeiten von Corona. Und zur Frage: nicht lange. Konkret: bis zur 12. Minute. Da bekam der Belgier Kevin De Bruyne den Ball, zog mit links von der Strafraumkante ab – das Leder schlug unter der Latte ein.

Bäumten sich die Gladbacher noch einmal auf?

Nein. City war einfach drückend überlegen – und das mit einem 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken. Nur sechs Minuten später ließ der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan auch die unerschütterlich Hoffenden den Glauben verlieren. Phil Foden zog im Mittelfeld einen Sprint an, steckte dann per No-Look-Pass auf Gündogan durch, der vollstreckte sicher. Das ging aber auch viel zu einfach. Selbst als die Engländer in der zweiten Halbzeit vor allem verwalteten, kam der Bundesligist nicht wesentlich besser in die Partie. Die beste Mölichkeit hatte noch Hannes Wolf, dessen Schuss knapp über die Latte ging (77.). Spannung kam in dieser Partie zu keinem Zeitpunkt auf.

Wurde es im zweiten Spiel des Abends spannender?

Auch da hatte Real Madrid das Hinspiel auswärts in Bergamo 1:0 gewonnen. Und zwar wirklich in Bergamo. Dieses Rückspiel in Madrid – ja, wirklich in Madrid – hatte durchaus Verlängerungspotenzial. Allerdings nur bis zur 34. Minute. Dann machte es Madrid wie Manchester. Atalantas Torhüter Marco Sportiello unterlief ein folgenschwerer Fehlpass in die Füße von Luka Modric. Der Kroate schaltete schnell, bediente Karim Benzema, der keine Probleme hatte, den Ball zum 1:0 über die Linie zu schieben. Das war’s mit Verlängerung. Die Italiener brauchten jetzt zwei Tore zum Weiterkommen. Stattdessen bekamen sie in der zweiten Hälfte das zweite Gegentor. Per Elfmeter, den Kapitän Sergio Ramos in gewohnter Manier verwandelte: ziemlich humorlos. Bergamo belohnte sich aber dafür, dass es nicht aufsteckte – durch ein schönes Freistoßtor von Luis Muriel (83.). Im Gegenzug sorgte Marco Asensio aber für den 3:1-Endstand.

Wie war die Übertragung im TV?

Sky-Experte Erik Meijer gab vor dem Anpfiff das Motto des Abends aus: „Es ist fast unmöglich, aber es ist möglich.“ Okay, das ist jetzt möglicherweise ein Motto mit etwas Schieflage. Das Gute aber: Meijer konnte irgendwie nicht falsch liegen. Es war dann in der Tat unmöglich für Gladbach. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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