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Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Für wen die WM-Pause unpassend kommt, wer sie gut gebrauchen kann

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Paulo Otavio (links) und Ridle Baku.
Für manche kommt die WM-Unterbrechung zur rechten Zeit, für andere nicht: Dortmunds Gregor Kobel (links) ist sicher froh. Ebenso wie Augsburgs Mergim Berisha (rechts). Die Wolfsburger Paulo Otavio und Ridle Baku haben dagegen einen Lauf. © Uwe Anspach/dpa

Die Fußball-Bundesliga ist nun in einer ungewöhnlichen Pause. Mehr als zwei Monate ruht der Ball, von Mitte November schon bis zum 20. Januar.

Grund ist die WM in Katar. Und die kommt für manche Teams gerade recht, für andere hätte es gern weitergehen können. Gute Zeiten, schlechte Zeiten – wir blicken auf die Teams, die einmal durchatmen müssen. Und auf die, die gerade einen Lauf haben.

Gute Zeiten

Drei Teams sind momentan seit acht Spielen ungeschlagen. Da ist natürlich der FC Bayern München, der nach einem zwischenzeitlichen Tief mit drei Remis und einer Niederlage zuletzt sechs Spiele in Folge gewann, nun wieder recht souverän an der Spitze steht. Am Samstagabend sorgten Serge Gnabry (38.) und Eric Maxim Choupo-Moting (52.) für einen ungefährdeten 2:0-Erfolg beim Schlusslicht Schalke 04.

Weniger erwartbar: Auch der VfL Wolfsburg hat seit dem achten Spieltag nicht mehr verloren. Die Niedersachsen waren unter dem neuen Coach Niko Kovac noch mit nur einem Sieg aus sieben Partien in die Saison gestartet, befanden sich auf einem Abstiegsplatz. Doch nach dem 2:1-Erfolg bei Hoffenheim nun – Christoph Baumgartner hatte die TSG in Führung gebracht (42.), ein Eigentor von Ozan Kabak den Ausgleich gebracht (45.+4) und Ridle Baku den Siegtreffer erzielt (56.) – überwintert der VfL auf Rang sieben.

Und fast unbemerkt hat sich auch RB Leipzig in die Spitzengruppe geschoben. Die Sachsen starteten sehr wechselhaft unter Domenico Tedesco in die Saison, doch seit Marco Rose das Traineramt übernommen hat, klappt fast alles. In der Champions League steht RB im Achtelfinale, in der Liga gab es zuletzt vier Siege in Serie, 20 von 24 möglichen Punkten wurden geholt. In Bremen waren André Silva (13.) und Xaver Schlager (71.) die Garanten für den Erfolg. Christian Groß hatte zwischenzeitlich für den starken Aufsteiger ausgeglichen (57.).

Noch nicht ganz so beeindruckend ist Bayer Leverkusen unterwegs. Doch auch die Werkself sorgte mit drei Siegen in Folge zuletzt für mehr Ruhe vor der langen Winterpause. Immerhin ins Mittelfeld hat sich die Mannschaft von Xabi Alonso mittlerweile vorgeschoben. Zuhause gegen den VfB Stuttgart waren beim 2:0-Erfolg der formstarke Moussa Diaby (30.) und Jonathan Tah (82.) erfolgreich.

Und dann ist da ja noch der VfL Bochum, der vielleicht am traurigsten ist, dass es jetzt in die Pause geht. Der Revierklub hat nach sechs Niederlagen zum Start und acht Spielen ohne Dreier zuletzt vier Siege aus sieben Partien eingefahren und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft. In Augsburg sorgte Christopher Antwi-Adjei – FCA-Keeper Rafal Gikiewicz bekam den Ball unglücklich zweimal ans Bein – für das Goldene Tor (58.). Augsburgs Mergim Berisha vergab nur drei Minuten später einen Handelfmeter, sein Schuss ging drüber.

Schlechte Zeiten

Nur auf dem sechsten Platz überwintert Borussia Dortmund nach der 2:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. Es war nach dem 0:2 in Wolfsburg die zweite Niederlage innerhalb von drei Tagen. Julian Brandt hatte das 1:0 der Gladbacher durch Jonas Hofmann noch ausgeglichen. Nach dem Doppelschlag der Fohlen durch Ramy Bensebaini und Marcus Thuram gelang es dem BVB nur noch, durch Nico Schlotterbeck zu verkürzen. Kouadio Koné besorgte für Gladbach den 4:2-Endstand.

Der FC Augsburg durfte sich im September darüber freuen, dass er den FC Bayern 1:0 schlug. Danach gab es aber nicht mehr viel zu feiern. Absoluter Tiefpunkt: das 0:1 gegen Bochum.

Negativ ist auch die Entwicklung der TSG Hoffenheim. Zwei Siege Mitte Oktober gegen Schalke in Liga und Pokal – das waren die letzten echten Erfolgserlebnisse. Nach dem 1:2 jetzt gegen die Wölfe stehen die Kraichgauer im Niemandsland.

Der bislang letzte Sieg des 1. FC Köln ist lediglich zweieinhalb Wochen her – seit dem 1:0 in der Conference League bei Slovacko bestritten die Rheinländer aber fünf Partien. Die Bilanz: erst zwei Remis, dann drei Niederlagen. Bei der Berliner Hertha setzte es nach Gegentreffern von Wilfried Kanga (9.) und Marco Richter (54.) kurz vor der WM-Pause eine 0:2-Schlappe. Nachdem die Kölner vor einigen Wochen noch auf einem Europapokalplatz lagen, sind sie nun nur noch in der unteren Tabellenhälfte zu finden. Und das bleibt erst einmal so – auf jeden Fall bis in den Januar 2023. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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