Hofmann glänzt – Bayern und Bayer schwächeln

Auffälligkeiten des 15.Spieltags in der Fußball-Bundesliga: Haalands Gala, Freiburgs Serie

Jadon Sancho (links) und Erling Haaland.
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Starkes Duo: Dortmunds Jadon Sancho (links) und Erling Haaland führten den BVB zum Sieg gegen RB Leipzig.

Topspiele, Höhenflüge und ein Absturz – dieser 15. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hatte es allemal in sich. In den Auffälligkeiten blicken wir auf fünf Spiele vom Freitag und Samstag.

Haaland in Hochform

Bei seinem Comeback vor einer Woche blieb er blass. In Leipzig war Erling Haaland in Hochform. Explosiver Antritt, technisch versiert und zweikampfstark – der Norweger zeigte sich beim 3:1-Sieg als RB-Schreck. Nach einer verhaltenen ersten Hälfte leitete Haaland das 1:0 durch Jadon Sancho ein. Marco Reus passte die Flanke mit der Hacke weiter – und Sancho schob ein (55.). Beim 2:0 (71.) und 3:0 (84.) traf Haaland nach Vorlagen der wiedererstarkten Sancho und Reus. Bei der Entstehung des zweiten BVB-Treffers ließ Haaland fünf Leipziger stehen – kurz darauf köpfte er Sanchos Flanke ein. Der 20-Jährige ist ein kompletter Stürmer. Er traf in seinen ersten 25 Bundesliga-Spielen nun 25 Mal. Das schaffte vor ihm keiner. Das 1:3 erzielte Haalands norwegischer Kumpel Alexander Sörloth (90.).

Ein schwerer Schlag ist für den BVB dagegen die Verletzung von Axel Witsel. Er hatte sich ohne gegnerische Einwirkung die Achillessehne gerissen und fällt für den Rest der Saison aus.

Streichs fünfter Streich

Christian Streich hat allen Grund zur Freude. Sein SC Freiburg hat Köln 5:0 besiegt und den Effzeh damit tiefer in die Krise befördert. Ebenso wie Kölns Trainer Markus Gisdol, der vor dem Aus in der Domstadt steht. Doch der Erfolg der Breisgauer nach Treffern von Ermedin Demirovic, Nicolas Höfler, Roland Sallai, Lucas Höler und Philipp Lienhart lässt den Sportclub, der vor wenigen Wochen noch im Abstiegskampf steckte, nicht nur von Europa träumen. Es war auch der fünfte Sieg in Folge – Vereinsrekord.

Wendungen für Wölfe

Ein Start nach Maß, eine Rote Karte, ein Rückstand und schließlich doch noch ein Remis. In der Partie der Tabellennachbarn zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg war einiges los. Der Reihe nach lief das wie folgt ab: Zunächst stand Renato Steffen ganz frei und köpfte die Wolfsburger in Führung (10.). Sheraldo Becker glich mit einem wuchtigen Schuss noch vor der Pause aus (29.).

Dann wurde es knifflig. Maximilian Arnold sah die Rote Karte (50.), weil er Unions Taiwo Awoniyi ganz leicht berührte – der war allerdings frei durch. Robert Andrich verwandelte den folgenden Freistoß direkt. Nun waren die Berliner 2:1 in Führung. Unions Kapitän Christopher Trimmel traf noch direkt per Eckball, dieses Tor wurde aber abgepfiffen, weil Awoniyi Koen Casteels im Tor der Wölfe behindert haben soll. Den Schlusspunkt auf diese unterhaltsame Partie setzte Wout Weghorst, der den Niedersachsen nach Handspiel vom Elfmeterpunkt noch einen Punkt rettete (65.).

Hofmann lässt hoffen

Nach 35 Minuten sah es für Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern gar nicht gut aus. Die Münchner führten durch Robert Lewandowskis verwandeltem Handelfmeter (20.) und Leon Goretzkas Distanzschuss (26.) mit 2:0. Aber dann zeigte sich erneut die bayrische Abwehrschwäche. Zweimal passte Lars Stindl auf Jonas Hofmann – und der Mittelfeldspieler traf zweimal eiskalt (36., 45.). Hofmann ließ mit seinem Doppelpack die Borussen hoffen. Und Florian Neuhaus erzielte sogar noch den 3:2-Siegtreffer (49.).

Bergab für Bayer

Nach dem 12. Spieltag stand Bayer Leverkusen an der Tabellenspitze. Dann gab es eine unglückliche Niederlage gegen die Bayern (1:2) und ein überraschend schwacher Auftritt in Frankfurt (1:2). Es geht bergab für Bayer. Und gegen Werder Bremen? Da glich zwar Patrik Schick (70.) das 0:1 von Ömer Toprak (52.) aus. Mehr war bei einer erneut schwachen Vorstellung der Werkself aber nicht los. Leverkusen setzt so seinen Abwärtstrend vor. (Manuel Kopp und Maximilian Bülau)

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