20.30 Uhr/ARD

Halbfinale im DFB-Pokal: Der BVB ist auf Krawall gebürstet

BVB-Schreck: Arjen Robben (links) überwindet Roman Weidenfeller im Champions-League-Finale. Foto:  dpa

Kassel. Halbfinale im DFB-Pokal, erster Teil: Der FC Bayern München hat Borussia Dortmund zu Gast (20.30 Uhr/ARD). Das ist nicht irgendein Duell.

Diese Begegnung steht für großen Fußball und vor allem Emotionen. Hier der frisch gebackene Deutsche Meister, der das Triple anstrebt. Dort der Tabellenachte aus Dortmund, der mit dem Pokaltitel einer enttäuschenden Saison ein versöhnliches Ende verpassen könnte. Nicht nur deshalb stecken in diesem Halbfinale interessante Aspekte – hier sind sie:

Die Blumen-Zeremonie 

Wortgefechte und kleine Spitzen im Vorfeld gehören normalerweise zu einem Duell zwischen den Bayern und den Borusssen wie Tore, Fouls und die wild gestikulierenden Trainer. Aber dieses Mal – nichts! Nada! Niente! Da gehen die Münchner sogar auf Kuschelkurs und wollen BVB-Trainer Jürgen Klopp, der nach dieser Saison in Dortmund aufhört, einen Blumenstrauß zum Abschied überreichen. Sozusagen eine Blumen-Zeremonie vor dem Anpfiff.

Auf die Schwarz-Gelben ist wenigstens Verlass. Sie lehnen das florale Angebot ab. Klopp sagt: „Wir sind am Dienstag auf Krawall gebürstet und wollen uns nicht mit Blumen weichkochen lassen.“ Geht doch. Da ist sie endlich – die Brisanz vor diesem Duell. Nun bekommt der 47-Jährige seinen Abschiedsstrauß halt nach der Partie.

Der Saisonverlauf 

Wer vor dieser Saison einen Tipp abgeben musste, welche Teams das Titelrennen bestimmen, hatte höchstwahrscheinlich die Namen Bayern und Dortmund genannt. Nun ja, 50 Prozent dieser Antwort waren richtig. Während die Münchner ungefährdet und fast schon im Vorbeigehen ihren 25. Meistertitel einheimsten, erlebte Bayerns Dauerrivale der jüngeren Vergangenheit eine durchwachsene Saison. Zwischenzeitlich steckte der BVB sogar bis zum Hals im Abstiegskampf.

Auf der Zielgeraden hat sich die Lage in Dortmund ein wenig entspannt. Nach den jüngsten Erfolgen sind die Europa-League-Plätze in greifbarer Nähe. Und bei den Bayern? Da war die Meisterschaft erst mal nichts weiter als eine Randnotiz. Da geht es nun ums Triple. So unterschiedlich können die Situationen bei zwei Vereinen sein, die sich in den vergangenen Jahren auf Augenhöhe begegnet waren.

Der Rückkehrer 

FCB gegen BVB – das ist untrennbar verbunden mit dem Namen Arjen Robben. Der Holländer geht gut und gern als BVB-Schreck durch. Okay, da gab es mal diesen verschossenen Elfmeter im April 2012, als Robben zur tragischen Figur wurde. Aber ansonsten gab es jede Menge entscheidende Tore und Heldenrollen, und da überstrahlt der 2:1-Treffer im Champions-League-Finale 2013 natürlich alles. Pünktlich zum Halbfinale ist der Holländer wieder fit – und er wird spielen, kündigte Bayern-Trainer Pep Guardiola an.

Der Klopp-Trubel 

Derweil gab es am Montag etwas Wirbel um den BVB-Trainer. Eine Meldung betraf Münchens Verwaltungsbeirat Helmut Markwort. Der korrigierte seine Aussage, nach der Klopp als Nachfolger von Cheftrainer Jupp Heynckes im Gespräch war – 2008 sei der BVB-Coach ein Kandidat gewesen. In diesem Zusammenhang meldete sich auch Franz Beckenbauer zu Wort. Der Ehrenpräsident der Bayern sagte, dass Klopp als Nachfolger von Guardiola ein Thema sei.

Und dann dementierte Klopp das Gerücht, er habe ein Verhältnis und sei zu Hause rausgeflogen. In bester Kloppo-Manier sagte er: „Sie hat mich nicht rausgeworfen. Sie hätte zigfachen Grund dafür gehabt. Aber nicht, dass ich was mit einer anderen Frau gehabt hätte – sondern weil ich ein bisschen doof bin. Auch das ist nicht passiert.“

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