Im 171. Revierderby bleibt Schiedsrichter Felix Zwayers Pfeife in der 93. Minute stumm – mit Recht?

Hand? Oder nicht Hand? Die strittigste Szene passiert auf Schalke

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Marc Bartra: Wollte er es? Oder wollte er es nicht? Das ist die regeltechnisch entscheidende Frage, wenn es um die Bewertung des Handspiels geht.

Gelsenkirchen. Gerade einmal zwei berechtigte Gelbe Karten gibt es im 171. Revierderby. Und eigentlich hat FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer, von Hauptberuf Immobilienkaufmann, auf Schalke alles im Griff. Doch dann passiert es in der Nachspielzeit im Dortmunder Strafraum. 

Hauptdarsteller neben dem 35-jährigen Bundesliga-Referee ist BVB-Abwehrspieler Marc Bartra, dessen unkonventioneller Armeinsatz das gesamte Revier bis heute beschäftigt, und das mit diametral entgegengesetzten Ansichten, die nicht unter einen Hut zu bekommen sind. Im "Pfiff der Woche" – hier geht es zur ausführlichen Kolumne von Marco Haase auf az-online.de – wird dargestellt, warum die Szene in der 93. Minute zu den schwierigsten dieses 26. Spieltages gehört.

Der ehemalige Spitzen-Referee Marco Haase, seit 30 Jahren Unparteiischer und als Schiedsrichter und Assistent viele Jahre in der 3. u. 4. Liga aktiv, analysiert die Szenen mit der Frage: Warum ist es zu dieser Entscheidung gekommen?

Die Nachspielzeit gilt in Fachkreisen als „Tod des Schiedsrichters“. Oft läuft bis dahin alles prima, man hat als Referee das Spiel im Griff. Und dann passiert es: Eine knifflige Situation, die einem die ganze Spielleitung verhagelt. Alle reden nur noch von diesem strittigen Pfiff. Oder Nicht-Pfiff, wie auf Schalke. FIFA-Referee Felix Zwayer, seit 2012 international im Einsatz und mit Champions-League-Erfahrung, muss am Ende des 1:1 zwischen Schalke und Dortmund seine ganze Erfahrung einsetzen, um die aufgebrachten Königsblauen einigermaßen zu beruhigen. Trainer Markus Weinzierl muss ob seiner Unsportlichkeiten gar auf die Tribüne, und möglicherweise hat es auch für das Maskottchen ein Nachspiel (das, wenig komisch und ziemlich daneben, dem Referee die Rote Karte zeigte – ein Agieren vor laufenden Kameras, das nicht zu tolerieren ist). Die Szene, um die es geht, ist ein Handspiel des Dortmunders Marc Bartra – ein Leckerbissen für jeden Fan des Regelwerks. Denn anhand der Situation lässt sich Schritt für Schritt analysieren, worauf es bei der Bewertung des Handspiels im Fußball ankommt. Dies alles vor dem Hintergrund der entscheidenden Frage: Absicht, ja oder nein? 

Von Marco Haase

Weitere Analysen von Marco Haase zu Schiedsrichter-Entscheidungen gibt es auf unserem Partnerportal az-online.de im „Pfiff der Woche“.

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