Showact zum Saisonstart?

Helene Fischer? Anastacia? Das plant die DFL zum Ligaauftakt Bayern - Bayer

+
Helene Fischers Auftritt beim DFB-Pokalfinale wurde heftig kritisiert.

Showacts wie Helene Fischer beim DFB-Pokalfinale oder Anastacia bei Bayerns letztem Saisonspiel sorgten zuletzt für viel Kritik. Plant die DFL zum Ligastart wieder ein glamouröses Rahmenprogramm?

Spezielle Spiele erfordern einen speziellen Rahmen - das scheint sich zuletzt zumindest in den Köpfen einiger Fußballfunktionäre verfestigt zu haben. Die Fans sehen das mehrheitlich allerdings etwas anders. Für sie steht der ‚Kampf um den Ball und um Tore im Vordergrund, Showeinlagen werden allerhöchstens während der 90 Minuten auf dem Platz geduldet.

Auftritte von Helene Fischer und Anastacia sorgten für Kritik

Das bekam zuletzt Deutschlands Schlagerkönigin Helene Fischer zu spüren. Beim DFB-Pokalfinale Ende Mai hatte die Sängerin in der Halbzeitpause einen Auftritt, den die Anhänger im Berliner Olympiastadion mit einem lautstarken und ausdauernden Pfeifkonzert „goutierten“. Fischer nahm‘s zwar gelassen, die Fußballfans waren allerdings nachhaltig verärgert über den ihrer Meinung nach überflüssigen Showact.

Ähnliche Erfahrungen hatte bereits eine Woche zuvor der FC Bayern gemacht. Am Halbzeitauftritt von US-Sängerin Beyoncé beim letzten Heimspiel des Rekordmeisters in der vergangenen Saison störten sich neben vielen Fans auch vor allem die Spieler des Gegners SC Freiburg. Der Grund: Der Popstar überzog, die zweite Hälfte musste mit Verspätung beginnen - für die Bayern-Profis ein nachgeordnetes Problem, da es für sie als feststehender Meister um nichts mehr ging. Ärgerlich für die Freiburger, die noch um einen Startplatz in der Europa League kämpften.

Zweiminütiges Rahmenprogramm bei Bayern - Leverkusen

Was also plant die DFL anlässlich des Saisonstarts am 18. August am Rande der Partie FC Bayern gegen Bayer Leverkusen? Wie die Sport Bild berichtet, soll es ein rund zweiminütiges Rahmenprogramm vor dem Anpfiff geben. Die Wappen der 18 Bundesligisten werden von 18 Klublegenden in die Arena gebracht, jeweils ein U-16-Spieler des jeweiligen Klubs begleitet den prominenten Fahnenträger. Das Musikprogramm ist auf die Nationalhymne beschränkt, dazu wird auf dem grünen Rasen stolz die Meisterschale präsentiert. Der Auftritt eines prominenten Showacts ist demnach nicht vorgesehen.

Vergangenes Wochenende gab es zum Start der 2. Bundesliga bereits Pfiffe gegen die angebliche Kommerzialisierung des Fußballsports. Bei der Eröffnungspartie zwischen dem VfL Bochum und dem FC St. Pauli trugen Kinder die 18 Klubfahnen ins Stadion, aus den Boxen schallten die „Vereinshymnen“ der beiden Klubs: Herbert Grönemeyers „Bochum“ für den gastgebenden VfL, „Highway to Hell“ von AC/DC für die Gäste aus Hamburg. Eigentlich kein übermäßiges „Gedöns“, wie es die Menschen im Ruhrpott ausdrücken würden, trotzdem protestierten viele Fans mit Trillerpfeifen und einem Banner (“Wir pfeifen auf Eure Show“) gegen das bescheidene Rahmenprogramm.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.