Bei FIFA-Kongress nicht mehr dabei

Überraschung: DFB-Generalsekretär Sandrock schmeißt hin

+
Will nicht mehr: Helmut Sandrock ist als DFB-Generalsekretär zurückgetreten.

Frankfurt/Main - Helmut Sandrock gibt sein Amt als DFB-Generalsekretär auf. Damit will der Nachfolger von Wolfgang Niersbach den Weg für einen kompletten Neuanfang im Verband ebnen.

Der Deutsche Fußball-Bund und sein Generalsekretär Helmut Sandrock gehen getrennte Wege. Wie der DFB am Freitag mitteilte, gibt der 59-Jährige sein Amt "auf eigenen Wunsch" mit sofortiger Wirkung auf. Dies habe Sandrock der amtierenden DFB-Führungsspitze mit den beiden 1. Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball sowie Schatzmeister Reinhard Grindel mitgeteilt. Das Präsidium des DFB nahm den Rücktritt an. Zuerst hatte am Freitag der kicker darüber berichtet.

Sandrock hatte am 2. März 2012 die Nachfolge von Wolfgang Niersbach angetreten, der damals zum DFB-Präsidenten aufgestiegen war. Eigentlich hatte Sandrock am Freitag Teil der DFB-Delegation beim FIFA-Kongress in Zürich sein sollen, er fehlte offiziell aber aus gesundheitlichen Gründen.

Sandrock will kompletten Neuanfang

"Es ist einfach guter Stil und üblich, wenn bei einer Neuwahl des Präsidenten des DFB dieser auch die Gelegenheit erhält, dem DFB-Bundestag einen neuen Generalsekretär zur Wahl vorzuschlagen", wurde Sandrock in der DFB-Mitteilung zitiert. Am 15. April wird Grindel auf einem außerordentlichen Bundestag zum neuen Präsidenten gewählt.

Sandrock war zuletzt in der Affäre um die WM 2006 unter Druck geraten. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie und wann Niersbach und er über die dubiose 6,7-Millionen-Euro-Zahlung des Verbandes an die FIFA erfahren haben.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.