Audi gegen VW?

Ingolstadt: Keine rechtlichen Hürden bei Aufstieg

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Überraschend Herbstmeister und nun Aufstiegskandidat Nurmmer eins: Der FC Ingolstadt.

Frankfurt/Main - Dem möglichen Aufstieg von Zweitliga-Herbstmeister FC Ingolstadt stehen zumindest mit Blick auf die Statuten keine Hindernisse im Weg. Das Selbstvertrauen wächst.

Zwar würden die Schanzer, an denen die VW-Tochter Audi Anteile hält, zusammen mit dem VW-Stammverein VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga spielen - gegen bestehende Minderheitsbeteiligungen wird die Deutsche Fußball Liga (DFL) aber wohl nicht vorgehen.

Bei der kommenden Mitgliederversammlung des Ligaverbandes im März steht das Thema im Rahmen der 50+1-Regel dennoch auf der Agenda. Wie das Fachmagazin kicker berichtet, plant der Ligavorstand aber erst für die Zukunft eine Beschränkung mehrfacher Minderheitsbeteiligungen auf fünf Prozent. So dürfte ein neuer Investor nur noch bei einem Verein maßgeblich beteiligt sein.

Anders ist die Rechtslage bei der Teilnahme an europäischen Wettbewerben. Der europäische Dachverband UEFA schließt grundsätzlich die Einflussnahme eines Geldgebers bei mehreren Klubs aus. In Artikel drei des Champions-League-Reglements (Integrität des Wettbewerbs) heißt es: „Niemand darf gleichzeitig, direkt oder indirekt, in irgendeiner Funktion oder mit irgendeinem Mandat an der Führung, der Verwaltung und/oder den sportlichen Leistungen von mehr als einem an einem Klubwettbewerb teilnehmenden Verein sein.“ Es geht vor allem um „entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Vereins“.

Allerdings entscheidet auch die UEFA von Fall zu Fall. Audi hält auch rund zehn Prozent bei Rekordmeister Bayern München. Dass sowohl die Bayern als auch Wolfsburg am internationalen Wettbewerb teilnehmen, war aber nie ein Thema.

Herbstmeister Ingolstadt: "Aufstieg nur über uns"

Seine Zurückhaltung legt Trainer Ralph Hasenhüttl nun so langsam ab. Gespeist von der vorzeitigen Herbstmeisterschaft des FC Ingolstadt in der 2. Bundesliga entwickelt der Österreicher Hunger nach dem ganz großen Coup. „Der Weg zum Aufstieg führt unbestritten nur über uns“, sagte Hasenhüttl nach dem 1:0 bei RB Leipzig: „Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind.“

Es war für den Coach womöglich der maßgebliche Härtetest, um öffentlich deutlicher als bislang Farbe zu bekennen. Mit 33 Punkten, einer Niederlage aus 16 Spielen und gerade elf Gegentoren haben die Schanzer eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen, und das hitzig geführte Duell bei den finanzstarken Sachsen war für Hasenhüttl offenbar das fehlende Puzzlestück. 17 Spiele lang war Leipzig im eigenen Stadion zuvor nicht bezwungen worden.

SID

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