Vor Spiel gegen Köln

Heynckes: „Unterschätze niemanden“ - FC Bayern wieder mit Starke

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Jupp Heynckes auf einer Pressekonferenz des FC Bayern.

Den FC Bayern und die Kölner trennen Welten. Der Münchner Coach Heynckes will das Drei-Punkte-Schlusslicht aber nicht unterschätzen. Im Tor vertritt Starke erneut Ulreich. 

München - Kopfzerbrechen bereitet Jupp Heynckes vor dem so ungleichen Duell mit dem meilenweit abgeschlagenen Schlusslicht aus Köln wohl höchstens sein Schwiegersohn (hier geht es zum Live-Ticker von tz.de*). „Mein Schwiegersohn ist schon von klein auf Köln-Fan, da kann man sich vorstellen, dass ich es in der Familie nicht ganz so einfach habe“, räumte der Trainer des FC Bayern München am Dienstag mit einem Schmunzeln ein. Abgesehen von diesen innerfamiliären Problemchen ist das Bundesligaheimspiel gegen das Drei-Punkte-Schlusslicht am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) für den schon vorzeitigen Herbstmeister aber eine klare Sache.

32 Punkte Differenz könnten den an der Tabellenspitze thronenden deutschen Fußball-Rekordmeister in Verführung bringen - Heynckes will aber auch das Duell mit den Rheinländern keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. „Ich unterschätze niemanden, auch nicht das Tabellenschlusslicht“, versicherte der 72-Jährige. „Wir werden das Spiel genauso wie die vorherigen mit großer Konzentration und einer guten Einstellung angehen.“

„Man soll niemanden abschreiben“

Für die Kölner unter Interimscoach Stefan Ruthenbeck muss das wie eine Drohung klingen. Mit dem 2:2 beim FC Schalke 04 noch mit Trainer Peter Stöger konnten die Rheinländer vor zehn Tagen einen Erfolg feiern, die verspielte 3:0-Führung beim 3:4 gegen den SC Freiburg sagte dann jedoch alles über den Zustand dieser Mannschaft aus.

„Man soll niemanden abschreiben“, meinte Heynckes höflich auf die Frage, wie die Chancen des 1. FC Köln auf den Klassenverbleib seien. „Es wird aber natürlich wahnsinnig schwierig, diesen Punkteabstand wettzumachen, das ist ganz klar. Die brauchen damit morgen aber nicht anzufangen, da haben wir was dagegen.“

Der eigentlich schon im Ruhestand befindliche Tom Starke wird zwischen den Pfosten erneut Sven Ulreich vertreten. Der erste Ersatz des verletzten Nationaltorwarts Manuel Neuer sei nach seinen Adduktorenproblemen zwar „quasi beschwerdefrei“, berichtete Heynckes, „ich will da nichts riskieren.“

Ulreich soll dann am Samstag (15.30 Uhr) bei seinem langjährigen Verein VfB Stuttgart wieder einsatzfähig sein. „Wir sind zu der Entscheidung gekommen, es ist besser, wenn wir ihn langsam aufbauen“, erklärte Heynckes, der in Genesungsfragen Vorsicht walten lässt. Der 36-jährige Starke war erst am Samstag beim 1:0 gegen Eintracht Frankfurt kurzfristig zu seinem Comeback gekommen.

Fragezeichen hinter Hummels, Coman kann wohl spielen

Heynckes nutzte die Pressekonferenz (der Ticker von tz.de* zum Nachlesen), um eine unmissverständliche Empfehlung in Sachen Ulreich an die Bayern-Bosse zu richten. „Er hat ja eine riesige Entwicklung genommen, er ist von Spiel zu Spiel immer besser geworden, er hat zum Teil überragend gehalten“, lobte Heynckes den 29-Jährigen, dessen Kontrakt im Sommer endet. „Ich würde dem FC Bayern empfehlen, so schnell wie möglich die Vertragsgespräche aufzunehmen, um den Vertrag zu verlängern.“

Ein kleines Fragezeichen steht für Heynckes vor dem Köln-Spiel hinter Abwehrspieler Mats Hummels. Der Nationalspieler plagte sich zuletzt mit einer starken Erkältung und trainierte vorerst nicht draußen auf dem Rasen. „Ich denke, dass Mats morgen mit rausgeht, mit der Mannschaft am Vormittag trainiert und dass er dann auch im Aufgebot dabei ist“, meinte Heynckes.

Bei Offensivspieler Kingsley Coman geht der 72-Jährige nach leichten Adduktorenproblemen ebenfalls davon aus, dass er zum Aufgebot gehören wird und „höchstwahrscheinlich auch spielen kann“. Offensivstar Arjen Robben hat nach wie vor Probleme am Ischias. „Da kann man keine Prognose stellen und muss Geduld haben“, meinte Heynckes.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

dpa

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