Montag, 20.45 Uhr/RTL

Hier Mangel, da Luxus: 5 Fakten zum Spiel des DFB-Teams in Nordmazedonien

Hansi Flick (Mitte), Marcus Sorg (links) und Danny Röhl.
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Ein Team: Bundestrainer Hansi Flick (Mitte) und seine Assistenztrainer Marcus Sorg (links) und Danny Röhl.

Heute Abend könnte sie schon feststehen, die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Katar.

Der deutschen Nationalmannschaft fehlen dazu eigentlich vier Punkte, um aus eigener Kraft die Teilnahme zu sichern. Es könnte aber auch schon ein Sieg heute gegen Nordmazedonien (20.45 Uhr/RTL) reichen, wenn Armenien gegen Rumänien nicht gewinnt. So oder so: An der erfolgreichen Qualifikation für das Turnier im Wüstenstaat zweifelt keiner mehr. Nach vier Siegen in vier Spielen unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick ist das DFB-Team wieder in der Spur. Wir haben fünf Fakten zur Partie in Skopje.

1.Das Sturmzentrum bleibt das größte Sorgenkind: Flick und Serge Gnabry stärkten Angreifer Timo Werner vor dem Gastspiel in Nordmazedonien auch öffentlich noch mal den Rücken. Die Kritik am 25-Jährigen war nach einem glücklosen Auftritt beim 2:1-Erfolg gegen Rumänien am Freitag mal wieder aufgekeimt. Dabei ist das grundsätzliche Problem ein anderes. Werner im Sturmzentrum funktioniert nur dann, wenn die Gegner sich eben nicht wie Rumänien die meiste Zeit hinten einigeln. Der Chelsea-Profi kommt übers Tempo, als Strafraumstürmer ist er nicht wirklich die beste Wahl.

Aber: Es fehlen die Alternativen. Und so wurde das Duell mit den Rumänen trotz totaler Überlegenheit am Ende zum Geduldsspiel. Die Erkenntnis ist nicht neu und dennoch immer wieder aktuell: Gegen tief stehende Mannschaften wird es Flicks Team immer schwer haben, da die Offensivakteure Platz brauchen.

2.Dem Gegner fehlt ein Stürmer: Auch den Nordmazedoniern fehlt allerdings ein Angreifer. Besser gesagt: Ihnen fehlt der Angreifer. Goran Pandev hat nach dem EM im Sommer mit 38 Jahren seine Karriere im Nationalteam beendet. Pandev ist eine Legende in seinem Heimatland, absolvierte 122 Länderspiele und erzielte 39 Treffer. In Italien spielte er unter anderem für Inter Mailand, Neapel und Lazio Rom und ist nun beim FC Genua aktiv. Beim Hinspiel in Deutschland erzielte Pandev in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:0.

3.Die Revanche ist ein Ziel: Damals, am 31. März 2021, als Pandev zum 1:0 traf, siegten die Nordmazedonier 2:1 – eine kleine Sensation. Heute soll unter Flick nun die Revanche gelingen. Diese steht nicht über allem, ist aber sicher auch ein kleines Ziel. Mit Gnabry, Leroy Sané, Kai Havertz, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Antonio Rüdiger könnten immerhin sechs Spieler in der Startelf stehen, die auch vor einem halben Jahr von Beginn an spielten. Rüdiger hat allerdings Rückenprobleme und ist fraglich. Sein Ersatz wäre wohl Matthias Ginter. Der – Sie ahnen es – spielte im März ebenfalls von Beginn an.

4.Auf der Zehn gibt es die Qual der Wahl: Ob Havertz wirklich von Beginn an spielt, ist nicht sicher – das allein spricht für sich und dafür, dass Flick auf einer Position die Qual der Wahl hat. Für die Zehn stehen neben Havertz nämlich noch Marco Reus, der am Freitag begann, Thomas Müller, der am Freitag zum 2:1 traf, Florian Wirtz, Jamal Musiala und Ilkay Gündogan bereit. Formtechnisch sind fast alle Genannten richtig gut drauf, Gündogan fehlt verletzt. Es ist der pure Luxus, was der Bundestrainer auf deser Position zur Verfügung hat. Und es wird eine seiner Aufgaben sein, dass bei diesen Akteuren kein Frust aufkommt.

5.Flick ist auf Rekordjagd: Sollte der deutschen Elf heute Abend in Skopje auch im fünften Spiel unter Flick ein Erfolg gelingen, dann hätte der 56-Jährige den Startrekord, den sein Vorgänger Joachim Löw aufgestellt hatte, eingestellt. Und natürlich hätte Flick in dem Fall die Möglichkeit, diesen mit einem Sieg am 11. November gegen Liechtenstein allein zu übernehmen. Als letzte Station des Jahres steht dann am 14. November noch ein Gastspiel in Armenien an. (Maximilian Bülau)

So könnte die deutsche Elf heute aussehen: Neuer - Hofmann, Süle, Rüdiger, Kehrer - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Müller, Sané - Werner

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