Zwei künftige Münchner im Fokus

Hoffenheim heiß auf Bayern-„Klopper“: Superplan von Nagelsmann?

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Coach Nagelsmann gratuliert dem Torschützen Süle.

Berlin - Nach dem Sprung auf Platz drei will Hoffenheim den ersehnten ersten Sieg über den FC Bayern. Beim Team von Trainer Julian Nagelsmann stehen dabei besonders zwei künftige Münchner im Fokus.

Ohne Triumph über den FC Bayern will sich Niklas Süle auf keinen Fall aus Hoffenheim zum Rekordmeister verabschieden. Nach dem Sprung auf Champions-League-Platz drei schalteten die furchtlosen Nagelsmänner direkt in den München-Modus - und planen einen weiteren Coup auf dem Weg nach Europa. „Am Dienstag wartet der nächste Klopper auf uns“, sagte Traumtor-Schütze Süle nach dem überzeugenden 3:1 beim zuvor besten Bundesliga-Heimteam Hertha BSC. „Das wäre für mich der erste Sieg über München.“

Dabei setzt der künftige Bayern-Innenverteidiger besonders auf das taktische Genie seines Trainers. „Julian wird uns wieder einen Superplan an die Hand geben, so dass wir top vorbereitet sind und dann versuchen, auch die Bayern vor Probleme zu stellen.“

Extra-Motivation bei Rudy und Süle?

Fünf Unentschieden und zwölf Niederlagen lautet die bislang traurige Bilanz der Kraichgauer gegen die übermächtigen Bayern. Doch schon beim 1:1 in der Hinrunde zeigte Hoffenheim einen starken Auftritt und präsentiert sich nun angriffslustig. „Das wird ein Test für das, was uns in der kommenden Saison erwartet“, sagte Doppel-Torschütze Andrej Kramaric in fester Erwartung europäischer Aufgaben. „Es wird ein Spitzenspiel. Wir haben ein Heimspiel, wir gehen selbstbewusst rein und versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern“, erklärte Sebastian Rudy.

Auch der TSG-Spielmacher wird im Duell mit dem weit enteilten Spitzenreiter am Dienstagabend (20.00 Uhr) im Fokus stehen, wie Süle wechselt Rudy im Sommer zu den Münchnern. Nagelsmann setzt auf einen Schuss Extra-Motivation bei seinen Abtrünnigen. „Ich schätze die beiden so ein, dass sie ihrem neuen Arbeitgeber zeigen wollen, dass sie richtig gute Spieler verpflichtet haben“, sagte der Erfolgscoach.

Nicht nur das Duo macht sein Team derzeit so stark. Taktisch flexibel, kombinationssicher und mit individueller Klasse trat Hoffenheim in Berlin auf, dominierte die Partie nach dem Platzverweis fürs Herthas Jung-Verteidiger Maximilian Mittelstädt endgültig.

Wagner macht einen auf E.T.

Damit kletterten die Kraichgauer an Borussia Dortmund vorbei erstmals in dieser Rückrunde wieder auf den direkten Königsklassen-Rang. So gut standen sie zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie in ihrer neunjährigen Bundesliga-Geschichte da. „Wir haben jeden Tag Bock auf Fußball, wir sind eine geile Truppe“, erläuterte Rudy das Erfolgsgeheimnis. „Der Trainer hält alles zusammen, das Gesamtpaket stimmt einfach.“

Und so konnte auch der kurze „Schock“ durch den ausgerenkten Finger von Sandro Wagner die gute Laune nicht stoppen. „Er hat wie E.T. seinen Finger hochgestreckt“, berichtete Nagelsmann amüsiert. Aber anders als bei dem Film-Außerirdischen zeigte Wagners Finger dabei nicht in die Luft, sondern gen Boden. Bereits am Wochenende befand sich der Stürmer auf dem Weg der Besserung. Band und Kapsel sind verletzt, geröntgt werden musste nicht. „Selbst wenn der Finger gebrochen wäre“, sagte Wagner schon im Olympiastadion, „würde mich das nicht behindern auf unserem Weg nach Europa.“

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