Zwei Elfmeter-Tore

HSV scheitert im DFB-Pokal an effizienten Gladbachern

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Raffael schießt vom Elfmeterpunkt das 0:2 für Mönchengladbach.

Hamburg - Vier Tage nach der Demütigung in München hat sich der Hamburger SV auch aus dem DFB-Pokal verabschiedet - allerdings gar nicht so schlecht gespielt.

Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hatten die Hamburger beim 1:2 (0:0) eine Menge Pech. Erst mit zwei Foul-Elfmetern besiegelten Kapitän Lars Stindl (53.) und Raffael (61.) die Niederlage der vor 53 249 Zuschauern im Volksparkstadion über weite Strecken mutig und couragiert aufspielenden Gastgeber. Der Anschlusstreffer von Bobby Wood in der Nachspielzeit kam zu spät.

In der Bundesliga vor viereinhalb Monaten hatten die Gladbacher beim 0:0 gegen den HSV noch zwei Strafstöße vergeben. Nun kämpft das Team von Trainer Dieter Hecking Ende April zum elften Mal um den Einzug ins Pokal-Endspiel am 27. Mai in Berlin.

HSV zunächst nicht wiederzuerkennen

Vier Tage nach dem 0:8 in München war der HSV nicht wiederzuerkennen - doch das brachte dem Team von Trainer Markus Gisdol am Ende nichts. Auch wenn das Spiel wegen eines Verkehrschaos' rund um den Volkspark mit zehnminütiger Verspätung begann, waren die Hausherren von Beginn an hellwach. Der HSV war nach der Klatsche in München sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Schon nach wenigen Sekunden hallte es durch die Arena: "Steht auf, wenn ihr Hamburg seid!"

Die erste halbe Stunde gehörten den von Gisdol auf fünf Positionen veränderten Gastgebern. Von Verunsicherung nach der Lehrstunde in München war kaum etwas zu spüren. Kein Wunder, dass der HSV nach 17 Minuten die erste ganz große Chance hatte. Doch Yann Sommer parierte den Flachschuss von Bobby Wood. Der Einsatz stimmte, die Gäste kamen zunächst kaum ins Spiel.

Gladbacher im zweiten Durchgang deutlich wacher

Kurz vor der Pause änderte sich das Bild: In der 38. Minute scheiterte Stindl, der nach seiner Verletzung ins Team zurückgekehrte Grieche Kyriakos Papadopoulos klärte zur ersten Ecke im ganzen Spiel. Trotzdem: So sicher und souverän wie in den letzten sechs Auswärtsspielen mit fünf Siegen wirkten die Gladbacher nicht.

Nach dem Wechsel waren die Gäste dann da. Mergim Mavraj kam gegen Patrick Herrmann einen Schritt zu spät, Schiedsrichter Marco Fritz zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Nicht ganz so klar war die zweite Szene, als Matthias Ostrzolek gegen Jonas Hofmann klärte. Doch Stindl und der erstmals seit knapp einem Monat wieder in der Startelf stehende Raffael verwandelten sicher.

Beim Remis in der Bundesliga-Hinrunde hatten die Gladbacher gegen den HSV gleich zwei Elfmeter durch André Hahn und Stindl vergeben. diesmal machten sie es besser. Danach vergaben die Gäste die eine oder andere Konterchance. Der HSV gab alles, doch der Anschlusstreffer fiel einfach nicht. Der HSV kämpft nun am Sonntag gegen Hertha BSC weiter gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Gladbach erwartet am Samstag den FC Schalke 04.

dpa

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