Top 5 der schönsten Momente

Der SC Freiburg verabschiedet sich: Im Dreisamstadion geht die Sonne unter

Sonnenuntergang im Dreisamstadion.
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Sonnenuntergang im Dreisamstadion: Der SC Freiburg bekommt eine neue Heimspielstätte.

Nach 67 Jahren ist Abschiednehmen angesagt. Fußball-Bundesligist SC Freiburg wird am Sonntag zum letzten Mal ein Heimspiel im Dreisamstadion austragen.

Der letzte Gegner im alten Wohnzimmer ist der FC Augsburg (17.30 Uhr/Dazn). Nach mehr als 350 Bundesligaspielen und mehr als 400 Partien in der zweiten Liga wird die neue Heimat das neugebaute Europa-Park-Stadion im Nordwesten der Stadt sein.

Erinnerungen und besondere Momente an das und aus dem Dreisamstadion gibt es unzählige. Schöne natürlich. Aber auch Tiefpunkte wie den 12. April 2000, als Bayern-Torhüter Oliver Kahn von einem Golfball getroffen wurde, den ein 16 Jahre alter Schüler von der Tribüne aus geworfen hatte.

SC-Trainer Christian Streich konnte sich auf seinen schönsten Moment im Dreisamstadion angesprochen nicht entscheiden. Es habe ein paar Hundert besondere Momente gegeben, sagte er. Das ist unsere Top 5.

1. Der etwas andere Trainerstuhl: Streich ist der Trainer der Gegenwart und seit 2012 im Amt. Noch viel länger arbeitete Volker Finke (heute 73) im Breisgau. Mit ihm ging es dreimal in die Bundesliga – und auch dreimal wieder runter. 16 Jahre ununterbrochene Tätigkeit für einen Verein sind Rekord.

Sechs Jahre davon saßen er und sein Assistent Achim Sarstedt im Dreisamstadion in einem Strandkorb. Die Kult-Trainerbank bekam er von der Kurverwaltung Langeoog für zehn Jahre Trainingslager auf der Insel geschenkt – sie wurde später für 34 550 Euro bei Ebay versteigert.

2. Die Willis: So wie Finke den Verein prägte, taten das auch die Willis. Diesen Spitznamen bekam der Sport-Club vor der Jahrtausendwende, weil drei Georgier zum Team gehörten: Alexander Iashwili, Levan Kobiashwili und Lewan Tskitishwili. Dazu kam noch Tobias Willi. Der stammt zwar nicht aus Georgien, sondern aus der eigenen Jugend, passte vom Namen her aber gut in die Elf.

3. Die Bayern-Demütigung: Dass ein Spiel des FC Bayern 5:1 endet, kommt vor. Ungewöhnlich ist, dass die Münchner dabei als Verlierer vom Platz gehen. Wie am 23. August 1994, als der SC Freiburg im Dreisamstadion 5:1 gegen den Rekordmeister gewann. Für die Sensation sorgten mit ihren Treffern Ralf Kohl, Martin Spanring, Jörg Heinrich und Doppeltorschütze Rodolfo Cardoso.

4. Die internationale Bühne: Freiburg sorgte auch in Europa für Furore – insbesondere in der Saison 2001/02. Erst in der dritten Runde des Uefa-Cups kam das Aus – und das auch noch denkbar knapp. Nach dem 0:1 im Hinspiel gegen Feyenoord Rotterdam führte die Elf von Trainer Finke im Dreisamstadion im zweiten Duell bereits 2:0, doch die Treffer von Sebastian Kehl und Kobiashwili reichten nicht. Die Niederländer kamen noch zum 2:2-Endstand und damit eine Runde weiter.

5. Der artistische Moment: Roda Antar erzielte zwischen 2003 und 2007 26 Tore für Freiburg – und einmal gelang ihm im Dreisamstadion auch so ein herrlicher Treffer, dass er zum Tor des Monats gekürt wurde. Im Zweitliga-Heimspiel am 30. August 2005 trug der Libanese mit einem fantastischen Seitfallzieher zum 4:1-Erfolg gegen Energie Cottbus bei. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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