Ingolstadt-Verfolger patzen: KSC und Fortuna verlieren

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Düsseldorfs Bruno Soares (M) scheitert am Braunschweiger Salim Khelifi (l). Foto: Ole Spata

München (dpa) - So hatten sich die Verfolger von Spitzenreiter FC Ingolstadt den Rückrundenstart in der 2. Fußball-Bundesliga nicht vorgestellt.

Der Tabellenzweite Karlsruher SC enttäuschte am Dienstag durch das 0:2 (0:1) beim 1. FC Union Berlin und weist damit bei einem Spiel mehr weiter sechs Zähler Rückstand auf den FCI auf, der erst am Mittwoch ran muss. Auch Fortuna Düsseldorf erlebte eine unangenehme Überraschung und verpasste durch das 1:2 (0:0) bei Eintracht Braunschweig den Sprung auf Rang zwei. Der 1. FC Heidenheim verlor 0:2 (0:1) beim FSV Frankfurt und damit den Anschluss an die Spitzengruppe. Keine Tore fielen in der Partie zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem VfL Bochum.

So steht Ingolstadt schon jetzt als einer der Gewinner dieses Spieltags fest. Der Tabellenführer will im letzten Heimspiel des Jahres am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Schlusslicht St. Pauli seine derzeitige Ausnahmestellung in der 2. Liga untermauern. Die Hamburger sorgten mit der Verpflichtung von Ewald Lienen als neuen Trainer für die Schlagzeile der Woche. Der 61-Jährige gibt beim Spiel in Ingolstadt sein Debüt für die arg strauchelnden Kiez-Kicker.

KSC-Trainer Markus Kauczinski hatte vor dem Anpfiff in Berlin noch verkündet, den Druck auf Ingolstadt in der Tabelle aufrechterhalten zu wollen. Es dauerte aber keine zwei Minuten, ehe sein Team durch den Treffer von Berlins Christopher Quiring im Rückstand lag. Die Badener bemühten sich danach zwar, nach vorne gelang allerdings nichts. Anders Union, das durch Sebastian Polter (72.) alles klar machte und nach dem dritten Sieg im vierten Spiel auf Platz neun kletterte.

In Braunschweig fielen die ersten Tore innerhalb von eineinhalb Minuten. Zunächst brachte Havard Nielsen die Gastgeber mit einem Schuss durch die Beine von Fortuna-Torhüter Lars Unnerstall in Führung (67.), postwendend aber gelang Ben Halloran nach einem Eckball der Abstauber-Treffer zum Ausgleich (68.). Die Hausherren wollten sich mit der Punkteteilung nicht zufriedengeben und wurden in der Nachspielzeit durch Benjamin Kessel (90.+2) belohnt.

Die Bochumer haben ganz andere Sorgen. Einen neuen Chefcoach hat der VfL nach der Trennung von Peter Neururer immer noch nicht gefunden - und auf ein Aufbruchsignal nach den jüngsten Pleiten wartet Bochum ebenfalls. In Fürth blieb das Team von Interimstrainer Frank Heinemann zum elften Mal in den vergangenen zwölf Liga-Spielen ohne Dreier und rutschte damit auf Tabellenplatz elf. Aber auch die Fürther stecken weiter in der Krise, nach nur vier Punkten aus zuletzt sechs Spielen sind sie Zwölfte.

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