Interview über  Gefährdung bei Ligaspielen: Polizei noch präsenter

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Rainer Wendtist der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizei- gewerkschaft

Die Diskussion um die Sicherheit vor Anschlägen hat die Fußball-Bundesliga erreicht. Die Ligaspiele finden aber auch nach der Absage des Duells Deutschland gegen Frankreich statt. Über die Gefährdung sprachen wir mit Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft.

Herr Wendt, wie lässt sich die Länderspielabsage auf den Bundesliga-Alltag übertragen?

Rainer Wendt: Das hat keinen Einfluss auf die Bundesliga. Da wird jedes Spiel und jedes Ereignis einzeln bewertet. Wir können nur hoffen und werden alles dafür tun, dass alle Spiele stattfinden können.

Welche Vorkehrungen werden jetzt zusätzlich getroffen?

Wendt: Die deutsche Fußball-Liga hat immer wieder dafür gesorgt, dass Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden. Die Polizei tut ihr Übriges auch angesichts der neuen Situation. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten mehr Präsenz zeigen und auch im Hintergrund Maßnahmen fahren, die allerdings nicht an die Öffentlichkeit gehören.

Wie gut ist die Polizei auf eine Konfrontation mit bewaffneten Attentätern vorbereitet?

Wendt: Auf spezielle Einsätze kann man sich gut vorbereiten, auch durch die Bereitstellung von Spezialeinheiten. Die Polizisten sind im Moment robust ausgestattet, tragen Maschinenpistolen und Schutzwesten. Sie können in einer solchen Konfrontation zunächst einmal bestehen.

Inwieweit sind die Maßnahmen personell umsetzbar? 

Wendt: Die Polizei ist sehr belastet im Moment. Die Einsatzkräfte machen viele Überstunden. Andererseits kennen und nehmen sie ihre Pflichten auch wahr. 

Zur Person:

Rainer Wendt ist 58 Jahre alt und Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Er ist zudem Mitglied im Bundesvorstand des DBB Beamtenbund und Tarifunion. Wendt wuchs in seinem Geburtsort Duisburg in Nordrhein-Westfalen auf. Heute ist er verheiratet und hat fünf Kinder.

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