Knappen sind 21 Spiele ohne Sieg

5 Fakten zum Spiel BVB gegen Schalke: Ist das noch das Derby?

Amine Harit.
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Kopf unten: Schalkes Amine Harit verlässt nach dem 0:3 gegen Dortmund den Platz.

Ist das noch ein Derby? Ohne Fans. Ohne Stimmung. Ohne Gegenwehr. Borussia Dortmund hatte es dieses Mal im Revierklassiker der Fußball-Bundesliga gegen den FC Schalke 04 sehr viel einfacher als gewöhnlich.

Doch Königsblau ist derzeit eben auch nicht viel mehr als ein Spielball der anderen Klubs. Fünf Fakten zum Duell Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß:

1. Die Sieglos-Serie: Natürlich war dieses Duell auch schon vor dem Anpfiff ein ungleiches, blickt man auf die Ausgangssituation. Da sind die Dortmunder, die zwar am Dienstag gegen Lazio Rom in der Champions League verloren hatten. Die aber in der Liga schon drei Spiele gewannen. Und auf der anderen Seite diese Schalker, die seit 20 Spielen in der Liga auf einen Sieg warten. Und diese unliebsame Serie nach dem 0:3 am Samstag gegen den BVB nun auf 21 Partien ausbauten. Schlechter in der Bundesliga-Geschichte war nur Tasmania Berlin, das in der Saison 1965/66 ganze 31 Spiele sieglos blieb.

2. Das Derby-Tor: Für Mats Hummels war es ein perfekter Tag. Der Abwehrchef der Borussia traf per Kopf zum 3:0-Endstand, nachdem Manuel Akanji mit einem Abstauber und Erling Haaland mit einem schönen Lupfer die ersten beiden Treffer für den BVB erzielt hatten.

Es war bereits Hummels’ 19. Revierderby aber sein erster Treffer im Duell mit den Schalkern. Nach dem Spiel twitterte er: „Ein hoch verdienter Sieg und endlich mein erstes Derbytor. COME OOOOOON!“ Nach dem Abpfiff hatte der 31-Jährige gesagt: „Ein Tor von mir gegen Schalke, endlich, dazu zu Null gespielt. Ein perfekter Tag für einen Verteidiger.“

3. Die Emotions-Suche: Was gab es nicht schon alles für Derbys. Mit Aufregung, vielen Karten, Kampf. Das soll jetzt nicht heißen, dass das gut sei. Aber eigentlich ist so ein Duell zwischen dem BVB und Schalke ja auch immer emotionsgeladen. Da gibt sich keiner auf. Da wird mit allen Mitteln gearbeitet. Es geht eben nicht nur um Punkte, sondern auch ums Prestige.

Was den Schalkern schon beim 0:8 am ersten Spieltag gegen München fehlte, war auch im Derby ersichtlich: Leidenschaft, Wille – und eben Emotionen. In Omar Mascarell sahen die Knappen nur eine Gelbe Karte. Der BVB kam ganz ohne aus, weil es gar nicht notwendig war, diese harmlosen und ängstlichen Schalker zu foulen.

4. Das Fan-Fehlen: Macht den Schalkern besonders zu schaffen. Bei kaum einem anderen Bundesligisten ist so deutlich zu spüren, dass die fehlende Stimmung lähmt. Im Dortmunder Signal-Iduna-Park war unter den 300 zugelassenen Zuschauern sogar einer im Schalke-Trikot. Nach dem 0:2 verließ er das Stadion. Hinterher sagte er bei Sky: „Mir war eigentlich nur wichtig, dass die Mannschaft mich erkennt. Ich glaub’ die Jungs haben mich gesehen, ich dachte: Vielleicht kann man die ein bisschen mitanpeitschen, aber na ja.“ An die Karte war er durch ein befreundetes BVB-Mitglied gekommen.

5. Das Trainer-Problem: Wofür steht Manuel Baum? Bisher auf jeden Fall nicht für die Wende. Nicht für Schalker Identifikation. Der Effekt des Trainerwechsels scheint schnell verpufft. Die Frage bleibt: Wer kann S04 gerade eigentlich helfen? (Maximilian Bülau)

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