3. Liga: Jena und RWO steigen ab - Aalen feiert Aufstieg

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RWO-Coach Mario Basler

Köln - Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Oberhausen stehen vorzeitig als Absteiger Nummer zwei und drei aus der 3. Fußball-Liga fest. Der VfR Aalen steigt auf.

Der VfR Aalen feiert den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Die Baden-Württemberger sicherten sich mit einem 2:2 (0:0) bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart vorzeitig Platz zwei in der 3. Fußball-Liga und damit den Aufstieg in die Zweitklassigkeit. Schon vor dem 37. und vorletzten Spieltag hatte Tabellenführer SV Sandhausen als erster Aufsteiger festgestanden. Ebenfalls vorzeitig ist der Abstieg von Carl Zeiss Jena sowie von Rot-Weiß Oberhausen mit Trainer Mario Basler besiegelt.

Aalen erkämpfte sich den letzten erforderlichen Punktgewinn in Stuttgart und liegt mit nunmehr sechs Punkten Vorsprung (64) uneinholbar vor Jahn Regensburg (60).

Dagegen wird das Rennen um Relegationsplatz drei erst beim Saisonfinale am nächsten Samstag entschieden. Nur noch Regensburg und der 1. FC Heidenheim (57) dürfen sich noch Hoffnungen auf die Duelle mit dem Tabellen-16. der 2. Liga und den eventuellen Aufstieg machen.

Die beste Ausgangsposition sicherte sich Regensburg mit einem 2: 1 (0:0) in Oberhausen, das damit im freien Fall aus der Zweitklassigkeit in die Regionalliga abstürzte. Heidenheim gewann im eigenen Stadion mit 4:1 (2:0) gegen Preußen Münster. Im Fernduell am nächsten Samstag muss Regensburg beim Absteiger Jena und Heidenheim beim Aufsteiger in Sandhausen antreten.

Ihre Chance auf den Relegationsplatz verspielte Kickers Offenbach (55) durch eine 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken ebenso wie der Chemnitzer FC (55), der das Ost-Duell gegen Rot-Weiß Erfurt mit 0:2 (0:2) verlor. Seine letzte Chance ließ auch Wacker Burghausen mit der 0:4 (0:2)-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching ungenutzt.

Im Tabellen-Keller ist bereits alles klar: Nach Schlusslicht Werder Bremen II, das sich mit einer 0:4 (0:2)-Niederlage gegen Darmstadt 98 für diese Saison von seinen Fans verabschiedete, müssen nun Oberhausen und auch Jena, trotz des 1:0 (0:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden, in die Regionalliga absteigen.

Der letzte kleine Hoffnung von RWO beendete der SV Babelsberg mit einem 1:0 (0:0) durch ein Last-Minute-Tor, das gleichzeitig den Klassenerhalt des SVB besiegelte. Der Abstand der beiden Absteiger Jena und RWO zu Babelsberg beträgt uneinholbare fünf Zähler.

sid

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Vielen Traditionsvereinen geht's finanziell schlecht. Sogar von Insolvenz und Abstieg in den Amateurbereich war immer wieder die Rede, so auch bei 1860 München. Die Löwen wurden am Ende gerettet, doch sie wären nicht die erste Mannschaft gewesen, die in den Niederungen des Amateurfußballs strandet. © Getty
Es gibt zwar Beispiele von Vereinen, die wieder auf die Beine gekommen sind. Etwa hat sich Fortuna Düsseldorf von der 4. in die 1. Bundesliga zurückgekämpft und der TSV 1860 von der 3. in die 1. Doch es gibt auch Ex-Bundesligisten, die in der Versenkung verschwunden sind. Sehen Sie hier eine Aufstellung der ehemaligen Bundesligisten, die heute in der 4. Liga oder tiefer spielen. © Getty
KFC Uerdingen: DFB-Pokalsieger 1985, heute Niederrheinliga (6. Liga) © Getty
Waldhof Mannheim: Bundesligist 1983-1990, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Rot-Weiss Essen: Deutscher Meister 1955, heute NRW-Liga (5. Liga) © Getty
Wattenscheid 09: Bundesligist 1990-1994, heute Westfalenliga (6. Liga) © Getty
Wuppertaler SV: UEFA-Pokal-Teilnehmer 1973/1974, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Bor. Neunkirchen: drei Jahre in der Bundesliga, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
FC Homburg: drei Jahre in der Bundesliga bis 1989/90, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
SV Darmstadt: zwei Jahre in der Bundesliga, heute in der 3. Liga (3. Liga) © Getty
Fortuna Köln: Bundesligist 1973/1974, heute NRW-Liga (5. Liga)   © Getty
Lokomotive Leipzig: Europacup-Finalist 1987 und Bundesligist 1993/94 (als VfB Leipzig), heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Preußen Münster: Bundesligist 1963/1964, heute in der 3. Liga. © Getty
Stuttgarter Kickers: Bundesligist 1988/89 und 1991/92, heute in der 3. Liga. © Getty
TeBe Berlin: Bundesligist 1974/1975 und 1976/77, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
SSV Ulm 1846: Bundesligist 1999/2000, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Das größte Fahrstuhlteam: Blau Weiß Berlin: Bundesligist 1986/87, heute Bezirksliga (8. Liga) © dpa
Das zweitgrößte Fahrstuhlteam: Tasmania Berlin: Bundesligist 1965/66, heute Landesliga (7. Liga) © dpa

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