Die Nordhessin über die WM und das Viertelfinale

Jennifer Cramer: „Gehe Französinnen aus dem Weg“

So viel Zeit muss sein: Jennifer Cramer nimmt sich nach dem Achtelfinale Zeit für ein Selfie mit den Fans. Foto: afp

Sie ist mittendrin im Abenteuer Fußball-Weltmeisterschaft: Die Nordhessin Jennifer Cramer spielt mit der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Frankreich.

Im Interview spricht die 22-Jährige über das Turnier.

Frau Cramer, wie ist Ihr Verhältnis zu Nadine Angerer? 

Jennifer Cramer: Das ist sehr gut, wir verstehen uns super und machen auch öfter mal Scherze miteinander.

Das war in dem Video zu sehen, dass sie nach dem Thailand-Spiel online gestellt haben. Sie hat vergessen, Sie abzuklatschen. Sie gucken ganz verdutzt. 

Viertelfinale Deutschland - Frankreich, Freitag, 22 Uhr, ZDF/Eurosport.

Cramer: Ich habe gemerkt, dass sie fokussiert war. Da kann man einen schon mal übersehen. Sie kam nachher auch nochmal zurück. Nur das sieht man auf dem Video nicht mehr. Ich habe es ihr nicht übel genommen.

Sie haben auf dem Hotelflur das Abklatschen nachgestellt. 

Cramer: Sie kam zu mir und hat es vorgeschlagen, nachdem sie im Internet mitbekommen hatte, wie viele Reaktionen es auf den ersten Clip gab.

Im Video wirkt die Stimmung sehr gelöst. Ist das im gesamten Team so? 

Cramer: Ja. Die Stimmung ist klasse. Das ist ein guter Ausgleich. Denn wenn es wieder in Richtung Spiel geht, fokussieren wir uns auf die nächste Aufgabe und wissen, was zu tun ist.

Wie sieht Ihr Alltag aus? 

Cramer: Am Dienstag haben wir einen Morgenlauf mit Stabilitätsübungen und Krafttraining absolviert. Dann ging’s zum Mittagessen, nachmittags nochmal zum Training. Am Mittwoch war das Programm gleich, am Donnerstag ist Abschlusstraining und am Freitag das Viertelfinale.

Haben Sie auch mal trainingsfrei? 

Cramer: Ja. Am Montag zum Beispiel. Da waren wir abends mit der ganzen Mannschaft etwas essen. Ansonsten gehen wir an solchen Tagen ein wenig raus, schauen uns mal die Stadt an. Das ist ganz angenehm, weil wir sonst ja den ganzen Tag nur im Hotel wären.

Wie lebt es sich mit den Gegnerinnen unter einem Dach?

Cramer: Das war im Achtelfinale auch schon so. Wir finden es nicht ganz so gelungen. Aber das ist eine Entscheidung der Fifa, die wir akzeptieren. Ich versuche aber, die Französinnen gar nicht großartig zu beachten.

Sitzen Sie morgens im selben Frühstücksraum? 

Cramer: Nein, das nicht. Da haben wir schon unsere eigenen Räume und sind separat.

Ist es schwer, die Spannung zwischen dem Achtelfinale am Samstag und dem Viertelfinale sechs Tage später aufrecht zu erhalten? 

Cramer: Nein, wir wissen ja, warum wir hier sind. Wir wollen gegen Frankreich eine Runde weiterkommen. Dass wir uns jetzt für Olympia qualifziert haben, ist ein zusätzlicher Ansporn. Wir müssen daher gar nichts zusätzlich machen, um uns zu motivieren.

Das gesamte Interview lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe.

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