1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Kimmich im Dauerfeuer: Jetzt legt auch Khedira den Finger in die Wunde

Erstellt:

Von: Stefan Schmid

Kommentare

Die Kritik an den Leistungen von Joshua Kimmich wurde in letzter Zeit immer lauter. Jetzt legt mit Sami Khedira noch ein Weltmeister von 2014 nach.

München - In wenigen Wochen soll Bayern-Star Joshua Kimmich die deutsche Nationalmannschaft als einer der Leistungsträger möglichst weit bei der Weltmeisterschaft in Katar tragen, doch dessen Leistungen stoßen immer häufiger auf Kritik. Nun gesellte sich auch Sami Khedira, Weltmeister von 2014, zu den kritischen Stimmen und schlägt dabei in dieselbe Kerbe, wie es bereits Philipp Lahm und Markus Babbel getan haben, wie auch tz.de berichtet.

Kimmich muss „taktisch noch etwas cleverer werden“

Thema beim Interview mit der Sport Bild war für Sami Khedira nicht die wohl unumstritten hohe Qualität am Ball von Joshua Kimmich, sondern vielmehr dessen taktisches Verhalten. Dieses sei „ein kleiner Kritikpunkt an Kimmich“, der sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft die Position des Sechsers bekleidet. Dort, so Khedira, müsse sich Kimmich „manchmal noch etwas mehr zurücknehmen, cleverer spielen“ und „manchmal weniger wollen.“

Sami Khedira und Joshua Kimmich standen bei der WM 2018 noch gemeinsam auf dem Platz.
Sami Khedira und Joshua Kimmich standen bei der WM 2018 noch gemeinsam auf dem Platz. © Gladys Chai von der Laage

Man sollte meinen, dass sich niemand darüber beschweren könne, wenn ein Spieler immer mehr will, aber hierbei geht es um das gesamte Mannschaftsgefüge auf dem Platz. Das Ziel für Kimmich müsse es sein, „das Thema Restverteidigung“ mehr in den Blick zu nehmen, damit sich die „Offensivspieler darauf verlassen können, dass hinter ihnen jemand steht und abräumt.“ Die fehlende defensive Denkweise des Bayern-Stars hat kürzlich auch schon Ex-DFB-Kapitän Philipp Lahm angekreidet.

„Weltklassespieler Joshua Kimmich“ auf Abwegen

Zu hoch will Khedira seine Kritik an Kimmich aber nicht hängen: Die geäußerten Mankos seien nur „ein kleiner Kritikpunkt, wenn es an dem Weltklassespieler Joshua Kimmich überhaupt einen gäbe.“ Allerdings ist dieser kleine Kritikpunkt nicht zu vernachlässigen, denn die Mitspieler verlassen sich darauf, dass der Sechser auf seiner Position agiert und nicht, wie es Markus Babbel ausdrückte, „überall herumturnt, nur nicht da, wo er spielen sollte.“

Es bleibt zu hoffen, dass Kimmich sich spätestens bis zur Weltmeisterschaft zu seinem für die Mannschaft so wichtigen Grundkompetenzen zurückbesinnt. Das dürfte auch Julian Nagelsmann freuen, der sich momentan erneut von Karl-Heinz Rummenigge die „Trainer-Talent“-Ansprache gefallen lassen muss. (sch)

Auch interessant

Kommentare