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Klopp gegen Hamann: „Eier“-Aussage als nächstes Level einer brisanten Feindschaft

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Von: Florian Schimak

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Jürgen Klopp steckt mit dem FC Liverpool in einer fetten Krise. Zuletzt zeigte sich der Coach daher dünnhäutig - und wurde dafür prompt von Didi Hamann angegriffen.

Liverpool/München – „You‘re getting sacked in the morning!“, stimmten die Anhänger der Wolverhampton Wanderers voller Schadenfreude an in Richtung Jürgen Klopp an. Ob Didi Hamann auf der heimischen Couch dabei mit angestimmt hat, ist dabei nicht überliefert.

Fakt ist: Der FC Liverpool befindet sich nach der 0:3 (0:2)-Niederlage am Wochenende im freien Fall. Coach Klopp steht derweil natürlich nicht zur Diskussion. Überspitzt kann man sagen: Vermutlich dürfte der deutsche Trainer an der Anfield Road noch im Amt bleiben, wenn er mit den Reds in der 4. Liga absteigen würde.

Jürgen Klopp (r.) und Didi Hamann werden keine Freunde mehr.
Jürgen Klopp (r.) und Didi Hamann werden keine Freunde mehr. © IMAGO / ULMER Pressebildagentur/Shutterstock

FC Liverpool in der Krise: Klopp steht nicht zur Diskussion – oder?

Ob sich Didi Hamann vielleicht auch genau daran stört? Denn der Zwist der beiden deutschen Liverpool-Legenden hat inzwischen das nächste Level erreicht. Der Grund für die neuste Hamann-Attacke in Richtung Klopp ist eine verweigerte Aussage des Liverpool-Trainers nach der Niederlage in Wolverhampton.

So wollte Journalist James Pearce wissen, ob die zwei Liverpool-Gegentreffer in den ersten zwölf Minuten auf ein Mentalitätsproblem seiner Mannschaft zurückzuführen wäre. Daraufhin sagte Klopp: „Es ist sehr schwierig, mit dir zu sprechen, wenn ich zu 100 Prozent ehrlich bin“ so der 55-Jährige: „Das mache ich lieber nicht. Du weißt, warum. Für all die Dinge, die du geschrieben hast. Wenn also jemand anderes diese Frage stellen möchte, werde ich antworten.“

Didi Hamann attackiert Jürgen Klopp: „Liverpool ist ein Verein, der auf Respekt basiert“

Daraufhin meldete sich Hamann in der englischen Presse zu Wort. „Ich fand es sehr seltsam und kleinlich“, kritisierte der deutsche Sky-Experte das Verhalten von Klopp und warf ihm fehlende Professionalität gegenüber dem The Athletic-Journalisten vor. „Er muss erkennen, dass James Pearce und seine Familie seit diesem Vorfall mit Hass-Nachrichten bombardiert werden, weil Klopp eine Frage nicht beantwortet hat“, so Hamann bei talkSPORT.

Anschließend redete sich der Champions-League-Sieger von 2005 in Range: „Es war absolut richtig, ihm die Frage zu stellen. Und ich denke, das Mindeste, was James verdient, ist eine Entschuldigung. Liverpool ist ein Verein, der auf Respekt basiert, und ich denke, jemand muss Klopp sagen: ‚Das ist der Liverpool Football Club, und du kannst das nicht tun‘“, wird Hamann zitiert, der zudem daran erinnert, dass es „Kampagnen gegen Mobbing“ im Fußball gibt.

Jürgen Klopp gegen Didi Hamman: „Eier“-Aussage als nächstes Level in einer brisanten Feindschaft

Grundsätzlich dürfe man einen „Liverpool-Trainer sich nicht so verhalten lassen“, doch Hamann habe „das Gefühl, dass niemand im Verein die Eier hat, um das ihm zu sagen. So wie die Dinge im Moment laufen, hilft es ihm nicht, und sie helfen sicherlich nicht dem Verein, der über allem steht.“

Es war nicht die erste Verbalfehde zwischen Klopp und Hamann. Erst im Herbst hatte der Ex-Nationalspieler erklärt, dass man auch in Liverpool „an einem gewissen Punkt über den Trainer diskutieren“ müsse. Allerdings wusste Hamann damals nicht, „wie weit wir davon entfernt sind“. Als ein Journalist den Reds-Coach auf einer Pressekonferenz dann damit konfrontierte, wollte Klopp wissen, wer diese Aussagen getätigt hatte.

Klopp vs. Hamann: Erster Streit im Herbst – „Oh toll! Er ist eine fantastische Quelle“

Als der 55-Jährige dann den Namen des einstigen Nationalspielers hörte, reagierte er süffisant. „Oh toll! Er ist eine fantastische Quelle“, sagte Klopp: „Er wird überall sehr respektiert“. So habe auch ein verdienter Liverpool-Spieler „nicht das Recht zu sagen, was man will, vor allem, wenn man keine Ahnung“ habe.

In dieser Spielzeit läuft es beim FC Liverpool alles andere als rund. Im Jahr 2023 warten die Reds noch auf den ersten Sieg und liegen in der Premier League aktuell nur auf Platz 10. Der Rückstand auf die Champions-League-Startplätze beträgt bereits elf Zähler. Der Vertrag von Klopp an der Anfield Road läuft noch bis 2026. (smk)

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