Die Jungen im Fokus

Die Jugend forscht in der Fußball-Bundesliga – meist mit Erfolg

Haaland (rechts) und Herthas Torhüter Alexander Schwolow.
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Das gelang ihm vier Mal: Dortmunds Erling Haaland (rechts) überwindet Herthas Torhüter Alexander Schwolow.

Die Jugend forscht. Die Jugend macht auch schon richtig Spaß. Und ist dazu noch erfolgreich. Diese jungen Fußballer haben sich am Bundesliga-Wochenende in den Fokus gespielt.

Erling Haaland

Erling Haaland schießt, umkurvt Torhüter und jubelt, als wäre er schon Jahre lang dabei. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass dieser norwegische Stürmer von Borussia Dortmund im Sommer gerade erst 20 Jahre alt geworden ist. Nach dem Corona-Chaos rund um die norwegische Nationalmannschaft und der Aufregung um seine Quarantäneauflagen zeigte Haaland gegen Hertha BSC, dass ihn das alles ziemlich kalt lässt.

Vier Tore erzielte der 20-Jährige, in nur 15 Minuten gelang ihm ein lupenreiner Hattrick. Damit ist er der jüngste Viererpacker der Bundesliga-Geschichte, löste den Ex-Frankfurter Luka Jovic ab, der am 19. Oktober 2018 bei seinen fünf Treffern gegen Düsseldorf 177 Tage älter war. Gerade erst ist der Norweger zum „Golden Boy 2020“ gewählt worden, zum besten Nachwuchsspieler des Jahres. Gold wert ist er für den BVB auf jeden Fall. Der hatte mit den Berlinern lange Zeit Probleme, lag durch einen Treffer von Matheus Cunha zurück. Dank Haaland sprang am Ende ein ungefährdeter 5:2-Erfolg heraus.

Der 20-Jährige zeigte dabei alle seine Qualitäten: Er zog trocken ab, er umkurvte Herthas Torhüter Alexander Schwolow und schlug Gegenspieler Omar Alderete nach einem katastrophalen Rückpass von Marvin Plattenhardt im Laufduell deutlich. Sechs Torschüsse benötigte der Norweger für seine vier Treffer. Und hat so einem anderen die Show gestohlen.

Youssoufa Moukoko

Denn eigentlich blickte an diesem Samstag die Medienwelt auf einen anderen Dortmunder. Nach seinem 16. Geburtstag am Freitag stand Youssoufa Moukoko das erste Mal im Kader der Bundesliga-Mannschaft. Dem Wunderstürmer des BVB werden zukünftig ähnliche Dinge zugetraut, wie sie Haaland bereits gelingen. In der 85. Minute kam Moukoko für den vierfachen Torschützen ins Spiel. Und wird nun – so lange das Mindestalter bei 16 liegt – wohl für immer der jüngste Spieler der Bundesliga sein. Mit Nuri Sahin löste Moukoko übrigens einen Ex-BVB-Spieler an der Spitze ab.

Jamal Musiala

In der Bundesliga gespielt hat Jamal Musiala, das 17 Jahre alte Talent des FC Bayern, bereits. Weil Trainer Hansi Flick den deutschen Nationalspielern nach der 0:6-Niederlage gegen Spanien erst einmal eine Startelf-Pause gönnte, lief der in Fulda geborene Mittelfeldspieler nun das erste Mal von Beginn an für den Rekordmeister auf. Musiala blieb beim 1:1 zuhause gegen Bremen aber unauffällig.

Maximilian Eggestein

Anders zeigte sich der Bremer Maximilian Eggestein, der zwar schon wie ein alter Hase in der Bundesliga wirkt, bereits seine sechste Saison absolviert, aber dennoch erst 23 Jahre alt ist. Gegen die Bayern erzielte Eggestein das 1:0, machte insgesamt ein starkes Spiel und sorgte so auch dafür, dass Werder nach 19 Niederlagen in Folge beim 1:1 nach langer Zeit mal wieder nicht gegen München verlor.

Aymen Barkok

Frankfurts Trainer Adi Hütter überraschte mit seiner Aufstellung beim Heimspiel gegen RB Leipzig, schickt einige Akteure das erste Mal von Beginn an in dieser Spielzeit auf den Rasen. Unter anderen auch den 22 Jahre alten Aymen Barkok. Der erzielte in seinem 50. Bundesligaspiel das 1:0 gegen RB. Auch wenn es am Ende nur zu einem 1:1 reichte – Barkoks Formkurve geht in den vergangenen Wochen stetig bergauf.

Nicolas Gonzalez

Beim VfB Stuttgart gilt ja so ein wenig für das ganze Team: Jugend forscht. Und auch das ist bislang erfolgreich. Beim 3:3 gegen Hoffenheim gab es ein Auf und Ab. 0:1, 2:1, 2:3 – und dank eines späten Treffers von Marc-Oliver Kempf dann eben ein 3:3. Das 1:1 hatte Nicolas Gonzalez (22) erzielt, der sich später aber das Knie verdrehte und ausgewechselt werden musste. Für das 2:1 sorgte Silas Wamangituka (21). Und auch auf Hoffenheimer Seite trug sich in Christoph Baumgartner (21) einer aus der Abteilung Nachwuchs in die Torschützenliste ein. (Maximilian Bülau)

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