Kampf um Nummer zwei im deutschen Tor

Köpke: „Es ist keine leichte Aufgabe für Ron“

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Ron-Robert Zieler muss um seinen Platz bei der Nationalelf kämpfen.

Frankfurt/ Main - Manuel Neuer ist die unangefochtene Nummer eins im deutschen Tor. Doch die Jungen drängen nach. Deswegen hat Ron-Robert Zieler die ungünstigsten Voraussetzungen.

Für Torwart Ron-Robert Zieler wird es ohne internationale Einsätze mit Hannover 96 schwierig, seinen Platz hinter Manuel Neuer in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu behaupten. Die nachdrängenden jungen Konkurrenten wie Marc-André ter Stegen (23/FC Barcelona), Bernd Leno (23/Leverkusen), Kevin Trapp (25/Paris St. Germain) oder auch Ralf Fährmann (26/Schalke) haben im Gegensatz zu Zieler den Vorteil, auch im Europapokal zu spielen.

„Klar ist: Ron spielt nicht international. Die anderen spielen Champions League, Fährmann Europa League“, sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke am Dienstag in Frankfurt. Zieler könne sich dagegen nur mit Topleistungen in der Bundesliga empfehlen. „Es ist keine leichte Aufgabe für Ron“, erklärte Köpke. Der Torwartcoach bescheinigte dem 26-jährigen Zieler allerdings gute Leistungen im Nationalteam. Er erinnerte dabei besonders an den 1:0-Sieg in Spanien Ende 2014.

Zieler war bei der EM 2012 und der WM 2014 jeweils als dritter Torwart dabei. Seit seinem Debüt 2011 kam er in sechs Länderspielen zum Einsatz. Bundestrainer Joachim Löw will die Hierarchie hinter Manuel Neuer, der unangefochtenen Nummer 1, im Hinblick auf die Europameisterschaft 2016 in Frankreich neu ordnen.

Der Dortmunder Routinier Roman Weidenfeller wurde schon für die ersten Länderspiele der EM-Saison gegen Polen und Schottland nicht mehr eingeladen. Neben Neuer und Zieler nominierte Löw zum Saisonstart Champions-League-Sieger ter Stegen. Bei den kommenden Länderspielen sollen weitere junge Tormänner getestet werden, „um im Hinblick auf die EM die richtige Entscheidung treffen zu können“, berichtete Köpke.

dpa

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