Confed-Cup 2017

Kein "Maskottchen": Klose will dem Weltmeister noch viel geben

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Miroslav Klose will noch bis zur Weltmeisterschaft 2018 beim DFB-Team bleiben. 

WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose hat sich im DFB-Trainerteam gut eingelebt - und plant langfristig. Die Spieler schwärmen von ihm.

Sotschi - Wenn Miroslav Klose über seine Nachfolger spricht, gerät der deutsche Rekordtorschütze ins Schwärmen. Als er so alt war wie das heutige Sturmjuwel Timo Werner, sagt Klose, "da stand ich noch auf dem Dach und habe meine Zimmermannslehre gemacht". 18 Jahre später steht Klose mit Werner und Co. auf dem Platz - und er hat Gefallen daran gefunden.

"Maskottchen bin ich nicht", sagt der 39 Jahre alte WM-Rekordtorjäger über seine Aufgabe im Trainerstab von Joachim Löw. "Die Rolle macht super viel Spaß. Ich bin voll integriert", ergänzt er. Und deshalb will er noch einige Zeit weitermachen, gerne bis zu einem möglichen erneuten WM-Triumph 2018.

Spieler loben Klose

"Wir ziehen nach dem Confed Cup ein Fazit. Ich würde gerne bis zur WM dabei bleiben, wenn ich nebenbei meinen Trainerschein machen kann", sagt der Weltmeister von 2014. Offiziell ist Klose "Praktikant", aber die Spieler sind voll des Lobes für ihr einstiges Vorbild.

"Wenn einer solch eine Karriere hingelegt hat, gerade auch in der Nationalmannschaft, kann man sich schon etwas von ihm abschauen", sagt Werner: "Wenn ich mal einen Laufweg mache, der nicht so zielführend ist, kommt er auf mich zu und sagt, was ich besser machen kann. So etwas hilft uns jungen Spielern enorm."

Klose will sich künftig als Trainer einbringen

Damit erfüllt Klose genau das Anforderungsprofil von Löw. "Er soll den Spielern aus seinem riesigen Erfahrungsschatz heraus Tipps geben", sagt der Bundestrainer über seine Wünsche an seinen früheren Spieler (137 Einsätze, 71 Tore). Gerade die vielen jungen Kicker "schauen zu ihm auf und haben großen Respekt vor seiner fußballerischen Leistung, seiner Persönlichkeit".

Die will Klose künftig als Trainer einbringen. "Das wird mein Weg sein", sagt er, und, dass er sich von Löw dabei eine Menge abschauen könne. "Das ist für mich Gold wert. Jogi hat echt ein Auge. Hut ab", sagt Klose. Der Chef arbeite unheimlich akribisch, "das imponiert mir. Er sagt nie: Ich gehe jetzt mal Espresso trinken, scheißegal. Nein, es heißt immer: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!"

WM-Rekordtorjäger als Beobachter

Wer Klose beobachtet bei den Trainingseinheiten in Russland, könnte ihn glatt noch für einen Spieler halten. Er hat Spaß daran, sich im Kreis gegen die Lehrlinge zu behaupten. "Das sind alles gute Talente", sagt er. Zwar sei der Nachwuchs "noch nicht auf einem Niveau" mit Stars wie Thomas Müller oder Mario Gomez, aber so gut ausgebildet, dass er "den Etablierten Druck machen" kann, wie Klose betont.

"Was wir von den Jungs sehen wollen, setzen sie fantastisch um. Auch charakterlich haben sie alles erfüllt, was wir uns vorgestellt haben", sagt er. Das sei ihm "das Wichtigste", dass die jungen Kerle "mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben". Ganz wie der junge Miro Klose, ausgebildeter Zimmermann - und WM-Rekordtorjäger.

SID

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