Kein Özil, keine Tore: Arsenal verpatzt Generalprobe

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Arsène Wenger ist der Coach des FC Arsenal. Foto: Peter Powell

Mit der Zweitbesetzung verpatzt der FC Arsenal seine Generalprobe für den Champions-League-Hit gegen Barcelona. Nach dem Schlusspfiff hatte Coach Wenger noch mehr Grund, sich zu ärgern.

Update vom 22. Februar 2016: Es ist ein ganz dicker Brocken, der im Achtelfinale der Champions League auf den FC Arsenal wartet. Im Hinspiel am Dienstag empfangen die Gunners den Titelverteidiger FC Barcelona. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Spiel FC Arsenal gegen den FC Barcelona live im TV und im Live-Stream sehen können.

London (dpa) - Erst verzockte sich Arsène Wenger beim Personalpoker, dann irrte er sich auch noch bei der Planung für seinen Fernsehabend.

Eigentlich wollte der Trainer des FC Arsenal nach dem enttäuschenden 0:0 im FA-Cup-Spiel gegen Zweitligist Hull City schnell noch daheim die Generalprobe des Champions-League-Gegners FC Barcelona live am TV verfolgen. Doch Wenger hatte sich eine falsche Anstoßzeit gemerkt - und saß zu spät vor dem Bildschirm. Der Irrtum dürfte das Missvergnügen des Fußballlehrers über den ärgerlichen Pokalnachmittag noch verstärkt haben. "Wir sind frustriert, weil wir kein Tor gemacht haben, und das war nicht, was wir wollten", sagte Wenger.

Ohne die geschonten Leistungsträger Mesut Özil, der zuletzt erkältet war, und Aaron Ramsey fehlte dem Titelverteidiger aus London gegen Hull Kreativität und Durchschlagskraft. Gleich neun Änderungen hatte Wenger im Vergleich zum vorherigen Spitzenspiel gegen Leicester City in der Startelf vorgenommen, um Kräfte für das Duell mit Champions-League-Sieger Barcelona am Dienstag zu sparen. Die Strafe: Eine Nullnummer und ein Wiederholungsspiel, das den ohnehin strammen Spielplan des FC Arsenal noch weiter aufbläht.

"Ich habe eine Mannschaft aufgestellt, die meiner Meinung nach die Qualität hatte, das Spiel zu gewinnen. Das Spiel gegen Barcelona hatte ich nicht im Hinterkopf", verteidigte Wenger seine Strategie. Schließlich seien um Weltmeister Per Mertesacker herum eine Reihe von Nationalspielern bei den "Gunners" aufgelaufen. "Es war eine starke Mannschaft, da gibt es keine Ausrede", betonte Wenger. "Dieser Arsenal-Kader ist bei weitem nicht so gut wie Wenger denkt", urteilte das Boulevardblatt "Daily Mirror".

Der ultimative Test für die Stärke des Tabellendritten der Premier League wartet nun mit den Spielen gegen Lionel Messi und Co. "Wir sind sicher nicht die Favoriten", sagte Wenger und forderte: "Wir müssen mit viel weniger Ballbesitz als heute viel effizienter werden." Wie Effizienz geht, sah Wenger dann später vielleicht noch in der Aufzeichnung des Barça-Auftritts beim Abstiegskandidaten UD Las Palmas. Luis Suárez (6. Minute) und Neymar (39.) stellten mit halber Kraft den 2:1-Pflichtsieg des Tabellenführers sicher.

Wenger-Aussagen

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