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Künftiger Weltstar verzaubert Italien: FC Bayern hatte ihn einst schon im Visier

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Von: Alexander Kaindl

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Ein ganzes Land sieht dabei zu, wie ein Supertalent aktuell zu einem kommenden Weltstar heranreift: Khvicha Kvaratskhelia verzaubert den SSC Neapel und Italien.

Nepael - Sie vergleichen ihn schon lange mit Diego Armando Maradona. Er ist einer der Gründe, warum man in Neapel vom ersten Scudetto seit 33 Jahren träumt. Und möglicherweise wird sein Name schon bald in einem Atemzug mit den ganz Großen seiner Generation genannt. Die Rede ist von Khvicha Kvaratskhelia.

Außerhalb von Georgien mag manch ein Fußballfan Probleme mit der Aussprache haben. Möglicherweise taufte man ihn in Neapel auch der Einfachheit wegen schnell in „Kvaradona“ um. Fakt ist aber: Diesen Spieler muss man sich merken! Das eindrucksvolle 5:1 der Società Sportiva Calcio über Juventus Turin untermauerte diesen Umstand einmal mehr, wie tz.de berichtet.

Khvicha Kvaratskhelia
Geboren: 12. Februar 2001 (Alter: 21 Jahre), Tiflis, Georgien
Linksaußen
Vertrag bei der SSC Neapel bis: 30.06.2027
Marktwert: 60 Millionen Euro

Künftiger Weltstar? Supertalent verzaubert Italien: FC Bayern hatte ihn einst schon im Visier

Kvaratskhelia hat einen rasanten Aufstieg hinter sich, spielt erst seit vergangenem Sommer in Italien. Allerdings war schon zu seiner Zeit bei Rubin Kasan klar: Das wird mal einer! Auch deshalb sagte sein damaliger Berater vor eineinhalb Jahren: „Ich bin überzeugt, dass er bei Real Madrid oder Bayern landen wird.“ Die Bayern sollen den Georgier, inzwischen 21 Jahre alt, 2021 tatsächlich ins Visier genommen haben. Konkret wurde es aber nicht. Zumindest bis zum heutigen Tage.

Kvaratskhelia verließ seine Heimat im Frühjahr 2019, wurde zunächst von Lokomotive Moskau ausgeliehen. Mit den Hauptstädtern gelang ihm direkt der Pokalsieg. Im Sommer wechselte der Linksaußen dann fest nach Russland und entwickelte sich fortan zum Leistungsträger von Rubin Kasan.

Khvicha Kvaratskhelia: Von Georgien über Russland und Georgien nach Italien

Im März 2022 folgte der Abschied: Wladimir Putin hatte sich dazu entschieden, die Ukraine anzugreifen – Fußballprofis durften die russische Liga nach einer FIFA-Entscheidung daraufhin sofort verlassen. Kvaratskhelia ging zunächst zurück nach Georgien, erzielte in elf Spielen bei Dinamo Batumi acht Tore und gab zwei Vorlagen. Schon im April war dann klar, dass er künftig für die SSC Neapel auflaufen wird. Für zehn Millionen Euro sicherten sich die Italiener die Dienste des Offensiv-Juwels. Und diese Investition sollte sich auszahlen.

20 Spiele hat Kvaratskhelia inzwischen für die Azzurri bestritten (Stand: 15. Januar 2023). Neun Tore und 13 Assists sprechen eine klare Sprache. Ebenso wie das jüngste Ergebnis und die Tabelle: 5:1 über Juventus Turin, Spitzenreiter mit neun Punkten Vorsprung. Gegen die alte Dame glänzte das Supertalent, das diesem Status wohl schon entwachsen und auf dem Weg zum künftigen Weltstar ist, einmal mehr: Ein Tor, drei Assists. Der Tempodribbler und Flankengott hat seinen Marktwert (laut transfermarkt.de) innerhalb eines halben Jahres von 15 auf 60 Millionen Euro gesteigert.

Aktuell einer der interessantesten Spieler Europas: Khvicha Kvaratskhelia.
Aktuell einer der interessantesten Spieler Europas: Khvicha Kvaratskhelia. © Insidefoto / Imago

Khvicha Kvaratskhelia lässt Neapel vom ersten Titel seit 1990 träumen

Mit Kvaratskhelia und seinem kongenialen Offensivpartner Victor Osimhen (früher Wolfsburg) ist Neapel aktuell auf dem besten Wege, italienischer Meister zu werden. Es wäre der dritte Titel der Vereinsgeschichte. Nummer eins und zwei holte man natürlich mit dem legendären Diego Armando Maradona 1986/87 und 1989/90. Der Argentinier wird in der drittgrößten Stadt Italiens noch heute verehrt. Und jeder, der ansatzweise in seine Fußstapfen treten könnte, natürlich mit ihm verglichen. So auch „Kvaradona“, dessen Vertrag – ohnehin schon bis 2027 gültig – in Kürze verlängert und deutlich aufgewertet werden soll.

Falls der beidfüßige Offensivmann weiter so zaubert, wird es nicht lange dauern, bis Vereine wie Real Madrid oder der FC Bayern München wieder auf der Matte stehen. Ganz so, wie es einst der Berater prophezeit hatte. In Deutschland wird man spätestens am 21. Februar wieder von Kvaratskhelia hören. Dann ist er im Champions-League-Achtelfinale mit Neapel bei Eintracht Frankfurt zu Gast. (akl)

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