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Klammergriff und Wechselgerücht: Fünf Gründe, warum das Champions-League-Finale brisant wird

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Von: Maximilian Bülau

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Sergio Ramos (links) und Mohamed Salah.
Über diese Szene sprachen 2018 alle: Reals Sergio Ramos klemmt den Arm von Liverpools Mohamed Salah ein. © Imago/MIS

Im Klub-Fußball ist es das letzte große Spiel der Saison: Morgen treffen in Paris der FC Liverpool und Real Madrid im Finale der Champions League aufeinander (21 Uhr/ZDF und Dazn).

Bereits vor vier Jahren gab es dieses Duell im Endspiel der Königsklasse. Nicht nur die Geschehnisse von damals versprechen morgen Brisanz. Wir haben fünf Gründe zusammengestellt, warum die Partie eine hitzige werden könnte.

1. Der Klammergriff: Liverpools Angreifer Mohamed Salah war 2018 in Top-Form. Der Ägypter erzielte bis zum Finale der Champions League 51 Treffer in 58 Partien. Doch das Endspiel in Kiew in diesem Jahr gegen Real Madrid dauerte für den heute 29-Jährigen nur eine halbe Stunde. Bei einem Zweikampf mit Sergio Ramos klemmte dieser Salahs Arm so lange ein, bis beide zu Boden gingen. Der Ägypter zog sich dabei einen Bänderriss im Schultergelenk zu, verließ unter Tränen den Platz, sagt noch heute, es sei der schlimmste Moment seiner Karriere gewesen. Salah wird auch morgen aller Voraussicht nach wieder für Liverpool auflaufen, Ramos steht dagegen mittlerweile in Paris unter Vertrag. Man kann davon ausgehen, dass der Spanier im Stadion sein wird – und die Geschichte von 2018 schwingt immer noch mit. Real gewann das Endspiel schließlich 3:1 und holte den dritten Titel in Serie.

2. Die Wechselgedanken: Wie Salah war auch Sadio Mané 2018 bereits dabei, als sein FC Liverpool den Königlichen unterlag. Morgen wird der Senegalese wohl in der Startelf stehen und versuchen, den Engländern den zweiten Champions-League-Titel in den vergangenen vier Jahren zu sichern, ein Jahr nach der Niederlage gegen Real holte Liverpool den Henkelpott durch einen 2:0-Finalsieg gegen Tottenham. Und dann? Das ist beim 30 Jahre alten Mané komplett offen. Während Salah zuletzt öffentlich versicherte, dass er auch im kommenden Jahr das Trikot der Liverpooler tragen wird, sagte Mané, er werde seine Entscheidung nach dem Champions-League-Finale verkünden. Der Vertrag des Angreifers läuft 2023 aus. Und neben dem FC Bayern gilt auch Real Madrid als Interessent. Die Gerüchte könnten dieses Duell befeuern.

3. Die Erinnerungen: Schaut man sich die Startaufstellungen beider Teams aus dem Duell im Jahr 2018 an, fällt auf: Bei Liverpool stehen mit Karius, Dejan Lovren und Georginio Wijnaldum nur drei Akteure aus der damaligen ersten Elf heute nicht mehr bei den Engländern unter Vertrag. Bei Madrid sind es mit Ramos, Keylor Navas, Raphael Varane und Cristiano Ronaldo nur vier. Heißt: Die meisten können sich noch gut an das Finalspiel von Kiew erinnern – und werden diese Erinnerungen mit auf den Platz nehmen. Bemerkenswert: Das Mittelfeld von Real werden morgen wohl immer noch Toni Kroos, Casemiro und Luka Modric bilden. Dieses Trio stand auch bei den Siegen von 2016 bis 2018 jeweils von Beginn an auf dem Feld und ergänzt sich nach wie vor hervorragend.

4. Der Trainer: Ganz egal, wie das Spiel morgen laufen sollte – ist Jürgen Klopp beteiligt, dann hat eine Partie immer ein wenig Brisanz. Der 54 Jahre alte Trainer des FC Liverpool könnte nach dem League und dem FA Cup – den er erstmals in seiner Zeit beim FC Liverpool gewonnen hat – den dritten Titel der Saison holen. Die Meisterschaft ging nach einem dramatischen Finale am vergangenen Wochenende an Manchester City.

5. Der Clasico: Klar, den gibt es in Spanien zwischen Real und dem FC Barcelona. Mit Thiago steht aber ein Ex-Katalane – und Ex-Münchner – bei Liverpool unter Vertrag. Der Spanier, der am vergangenen Wochenende noch angeschlagen ausgewechselt werden musste, wird für das Finale morgen wohl fit sein. Er trifft mit David Alaba auf einen weiteren Ex-Bayer. Was übrigens für Real spricht: Nach 2000 und 2006 ist es das dritte Endspiel im Stade de France. 2000 gewann Real, 2006 Barcelona – 1:1 im Clasico – aber 2:0 für spanische Teams. (Maximilian Bülau)

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