FCB-Gegner im DFB-Pokal

Königsgrau in den "Wochen der Wahrheit": Schalke schwächelt wieder

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Alessandro Schöpf (r.) jubelt mit Guido Burgstaller über sein 1:0 gegen die TSG Hoffenheim. 

Gelsenkirchen - Die Aufholjagd in der Bundesliga will Schalke 04 nicht gelingen. Am Mittwoch droht bei Bayern München auch das Aus im DFB-Pokal.

Der Aushilfstorjäger redete Schalke 04 Mut zu. "Die Chancen stehen fifty-fifty", behauptete Alessandro Schöpf nach dem enttäuschenden 1:1 (1:0) der Königsblauen gegen 1899 Hoffenheim. Nach dem erneuten Rückschlag in der Bundesliga droht am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern der K.o., doch davon wollte der Ex-Münchner nichts wissen: "Wir wollen da alles raushauen und in die nächste Runde einziehen." 

Schöpf, der einst im Nachwuchs des Rekordmeisters kickte, steckt mit den Gelsenkirchenern in einer entscheidenden Phase: Noch hat Schalke in drei Wettbewerben Chancen auf den Einzug in den Europapokal, in gut zwei Wochen könnte aber bereits alles vorbei sein. Nach dem ungleichen Pokalkampf gegen den Rekordsieger folgt das deutsche Duell in der Europa League mit dem wiedererstarkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach, zwischendurch geht es auch in der Bundesliga an den Niederrhein. 

Schöpf rettet Schalke

Ausgerechnet in den "Wochen der Wahrheit" schwächeln die Königsblauen wieder. Dreimal in einer Woche schoss Schöpf die Gelsenkirchener in Führung, jedes Mal reichte es nur zu einem 1:1. Bezeichnenderweise führt der rechte Außenverteidiger mit fünf Bundesliga- und sieben Pflichtspieltreffern die vereinsinterne Torjägerliste an - vor allen Stürmern. In der Offensive hakt es wieder. Obwohl mehrere Konkurrenten im Rennen um die internationalen Plätze aus dem Tritt geraten sind, hat Schalke den Rückstand nicht entscheidend verringern können. 

Weinzierl fordert Siege

Der Tabellensechste Eintracht Frankfurt ist noch immer acht Punkte entfernt. "Unentschieden bringen uns nicht weiter", stellte Trainer Markus Weinzierl fest. Das gilt erst recht für Mittwoch. Vor drei Wochen bejubelten die Schalker ein 1:1 in München - der Beginn einer Serie von aktuell sieben Pflichtspielen ohne Niederlage. Jetzt würde dieses Ergebnis nicht reichen, um auf dem kürzesten Weg nach Europa zu bleiben. "Beim Anpfiff steht es 0:0. Damit wären wir schon mal im Elfmeterschießen", flachste Sportvorstand Christian Heidel. Noch hat der Manager seinen Humor nicht verloren. Doch der Ex-Mainzer weiß, dass die nächsten Ergebnisse maßgeblich über die Stimmung auf Schalke entscheiden.

Es droht Unruhe

 Die bislang noch sehr verhaltene Kritik an der neuen sportlichen Führung dürfte lauter werden, wenn nach sieben Jahren erstmals wieder der Europacup verpasst würde - trotz Rekordausgaben auf dem Transfermarkt. Denn Heidel hat in nicht einmal einem Jahr in Gelsenkirchen bereits für rund 70 Millionen Euro neue Spieler verpflichtet. Noch immer verweisen Heidel und Weinzierl auf den Fehlstart mit fünf Bundesliga-Pleiten, den sie als "Rucksack" mit durch die Saison schleppen. Doch Schalke hat sich nach einem Zwischenspurt im Herbst längst im grauen Mittelmaß eingerichtet: Aus den letzten zehn Bundesligaspielen holte der Europacup-Stammgast nur zwei Siege.

sid

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