"Das Ende war so unausweichlich"

Kommentar zum Rauswurf von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti: Entlassung provoziert

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Nach der 0:3-Niederlage in Paris musste er gehen: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti (Mitte) ist nicht mehr Trainer in München. Interimscoach wird Willy Sagnol (rechts).

Es ist nichts Neues im Fußball, dass Trainer gehen müssen. Eher ungewöhnlich ist aber, dass ein Trainer seinen Rauswurf mehr oder weniger provoziert. Die Entlassung von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti kommentiert HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Seiner Aufstellung für das Champions-League-Spiel in Paris hätte Carlo Ancelotti gleich ein Begleitschreiben beilegen können: „Sehr geehrte Herren, hiermit bewerbe ich mich um eine Entlassung als Trainer des FC Bayern München.“

Natürlich ist man immer erst hinterher schlauer. Hätte ja auch alles gutgehen können. Ohne Robben. Ohne Ribery. Ohne Boateng. Ohne Hummels. Ging es aber nicht. Und vor allem die Maßnahme, einem Torhüter ohne Spielpraxis noch eine Verteidigung mit wenig internatonaler Erfahrung vor die Nase zu setzen, kann nur als unkalkulierbares Risiko gewertet werden.

So ging eine Verbindung zu Ende, die nie wirklich fruchtbar schien. Klar, die Bayern wurden auch unter Ancelotti Meister. Glanzlos aber. Irgendwie uninspiriert. Oft schien es, als wüssten beide nicht recht, was sie voneinander wollten.

Das Ende war so unausweichlich. Doch die Bayern schlittern gleich ins nächste Problem. Den, den sie wohl am liebsten hätten (Nagelsmann), kriegen sie derzeit nicht. Selbst ein Tuchel könnte so nur die B-Lösung sein. Es gibt bessere Voraussetzungen für den Start einer neuen Beziehung.

Lesen Sie dazu: Früheste Trainierentlassung der Klubgeschichte

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