Kommentar zum bevorstehenden Götze-Wechsel: Absurdes Geschäft

Mario Götze wechselt laut Medienbericht vom FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund. Der BVB dementiert die Einigung allerdings. Dazu ein Kommentar von Sportredakteur Robin Lipke.

Mario Götze ist nicht der erste Fußballer, der beim FC Bayern München gescheitert ist. Von daher ließe sich das Kapitel mit diesem Satz zusammenfassen: Das nächste Talent, das die Bayern verschlissen haben. Im Fall Götze reicht das aber nicht. Die gesamte Angelegenheit verdeutlicht vielmehr, wie absurd das Geschäft Fußball sein kann.

Da ist dieser begnadete Spieler, der Held des WM-Finales 2014 – aber er schaffte es nicht, sich beim FC Bayern durchzusetzen. Lag’s an Götze selbst, hatte Trainer Pep Guardiola Schuld? Müßig, darüber zu diskutieren. Entscheidend ist, dass der Verein am Ende auf den Abschied drängte. Trotz laufenden Vertrags. Insofern ist Götzes Entscheidung mehr als nachvollziehbar, auch wenn sie etwas von einer Flucht hat.

Dass er ausgerechnet jenen Klub wählt, den er vor drei Jahren unrühmlich verließ, zeigt zudem die Absurdität des Geschäfts. Die Fans von Borussia Dortmund werden ihn nicht herzlich empfangen. Gleichwohl macht der Wechsel auf gewisse Weise Sinn. Götze ist 24 Jahre alt, die Gefahr ist groß, das Etikett des ewigen Talents zu bekommen. Nach drei enttäuschenden Jahren in München kann es ihm niemand verdenken, dass er zu dem Ort seiner schönsten Fußballzeit zurückkehrt.

Rubriklistenbild: © dpa

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