Kommentar zum Bundesliga-Eklat: Richtiges Zeichen

Wer glaubt, die Bundesliga hätte schon alles erlebt, was der Fußball so hergibt, der wurde am Sonntag einmal mehr eines Besseren belehrt. Ein Kommentar von Sport-Redakteur Florian Hagemann.

Es gab eine Spielunterbrechung beim Spiel Bayer gegen BVB, weil ein Trainer die Strafe des Schiedsrichters nicht akzeptieren und somit nicht auf die Tribüne gehen wollte.

Im Gegenteil: Leverkusens Roger Schmidt verlangte vom Unparteiischen, dass er bitte zu ihm kommen solle, um ihm seine Entscheidung zu erklären. Ein Eklat, jede Menge Diskussionsstoff, großes Theater.

Die Rolle des Bösewichts ist dabei schnell gefunden: Was sich Roger Schmidt geleistet hat, ist an Arroganz und Respektlosigkeit gegenüber dem Schiedsrichter schließlich nicht zu überbieten. Dass der Unparteiische sein Gockelverhalten nicht gebilligt und mit der Spielunterbrechung ein Zeichen gesetzt hat, ist nicht nur richtig, sondern verdient größte Anerkennung.

Vielleicht kommt Schmidt wegen dieser drastischen Maßnahme mal ins Grübeln über das, was er gemacht hat. Das Problem ist, dass er von seinem Verein dafür sogar noch Rückendeckung bekommen wird. Sportdirektor Rudi Völler wetterte nach Abpfiff auch schon wieder: gegen den Schiri und nicht gegen Schmidt. Manche lernen es nie.

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