Kommentar zur EM-Auslosung: Respekt unerlässlich

Die deutschen Fußballer bekommen es in der Vorrundengruppe C mit der Ukraine, Polen und Nordirland zu tun. Alles lösbare Aufgaben, ein gewisser Respekt ist aber unerlässlich, meint unser Redakteur Björn Mahr. Ein Kommentar.

Hier die Gruppen-Einteilung für die EM 2016.

Erst gegen die Ukraine, dann gegen Polen und zum Vorrundenabschluss gegen Nordirland – für die deutsche Fußball-Nationalelf beginnt die EM im nächsten Jahr in Frankreich mit lösbaren Aufgaben. Seit der Qualifikationsphase dürfte allerdings auch den größten Optimisten im Lande klar sein: Selbst die Mannschaften der vermeintlich kleinen Fußball-Nationen werden nicht mal eben im Vorbeigehen in die Knie gezwungen. Wer Teams wie Ukraine und Nordirland jetzt noch belächelt, der glaubt auch, die Auswahlspieler aus Wales und Irland trinken zur Halbzeitpause keinen Tee, sondern Whisky.

Ein gewisser Respekt vor allen Kontrahenten ist unerlässlich, um sich bei der fußballerischen Tour de France keinen Plattfuß einzuhandeln. Allerdings versteht es die deutsche Elf immer wieder, die Anfahrt zum Gipfel in erstaunlicher Weise zu meistern. Die Fans der DFB-Mannschaften können sicher sein: Nicht erst seitdem das letzte Los in Paris gezogen wurde, haben Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff bereits konkrete Vorstellungen, wie die ideale Vorbereitung für den DFB-Tross aussieht. Ob es nach dem Campo Bahia von Brasilien nun einen Parc Provence oder ein Atelier Atlantique geben wird?

Bei der bislang letzten Fußball-EM in Frankreich im Jahr 1984, als das Turnier lediglich acht Teilnehmer hatte, scheiterten die Deutschen bereits in der Vorrunde. Da zählten aber auch Spanien und Portugal zu den Gegnern. Auf die Vertreter von der iberischen Halbinsel kann der amtierende Weltmeister auch im nächsten Sommer treffen – in den Finalspielen. Und das muss das Minimalziel sein.

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