Kommentar zum Trainerwechsel in Hannover: Ruft die Feuerwehr

Nicht mehr Trainer in Hannover: Tayfun Korkut.

Bundesligist Hannover 96 hat sich von Cheftrainer Tayfun Korkut getrennt. Ein Kommentar dazu von HNA-Sportchef Frank Ziemke. 

Tayfun Korkut ist viel gelobt worden in seiner Zeit bei Hannover 96. Als der Deutsch-Türke 2014 sein Amt bei den Niedersachsen antrat, da war er nur einigen Insidern ein Begriff. Er galt dann schnell als ruhiger und detailversessener Vertreter seiner Zunft. Das eben, was heute gern Konzepttrainer genannt wird. Seine Lehrzeit absolvierte Korkut zunächst sehr zur Zufriedenheit der Klubverantwortlichen. Sie haben nicht ohne Grund lange an ihm festgehalten, als die Erfolge ausblieben.

Man darf durchaus glauben, dass es keine hohlen Phrasen waren, als 96-Chef Martin Kind noch vor zwei Wochen versicherte: „Wir machen mit ihm weiter.“ Dann kam Leverkusen. Dann kam ein kraft- und lebloser Auftritt beim 0:4. Dann kam das 13. Spiel in Folge ohne Sieg.

Für Hannover kehrt sich nun der gute Vorsatz, lange zu einem jungen Trainer zu stehen, ins Gegenteil um. Plötzlich brennt es lichterloh. Plötzlich ist Panik angesagt. Plötzlich heißt es: Ruft die Feuerwehr. Und wenn die Feuerwehr gerufen wird, dann sind Trainer wie Peter Neururer und Michael Frontzeck nicht weit.

Darüber kann man schmunzeln. Trotzdem macht es Sinn. Die Saison steht kurz vor dem Ende. Frontzeck bleibt keine Zeit. Er muss löschen. Sofort. Jeder Handgriff muss sitzen. Ein Fall für die Feuerwehr.

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