Kommentar zum Transfermarkt: Nur noch Wahnsinn

Die Liga läuft längst. Doch der Transfermarkt schließt erst am Montag um 18 Uhr. Noch dazu erreichen die Summen, die die Vereine, gerade aus England, für Fußballer ausgeben, horrende Höhen. Wahnsinn findet HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Dante ist dann am Samstag noch einmal eingewechselt worden in München. Da wird er schon gewusst haben, dass dies sein Abschied ist. Julian Draxler hat tags zuvor mit Schalke gegen Wolfsburg gespielt. Möglich, dass er kommende Woche in Ingolstadt aufläuft. Für Wolfsburg. An der Seite von Dante.

Man kann das nicht mehr anders sagen: Was sich dieser Tage im Fußball und auf dem Transfermarkt abspielt, das ist nur noch Wahnsinn. Nicht nur, weil Akteure die Seite wechseln, obwohl die Saison längst begonnen hat. Befeuert vom Finanzrausch der englischen Klubs ist im Fußball nichts mehr, wie es war. Alles wird gesteuert von aberwitzigen Summen, die in England dank eines absurden TV-Vertrages abgerufen werden.

Kevin die Bruyne ist ein großartiger Fußballspieler. 80 Millionen Ablöse aber sind mit Worten kaum noch zu beschreiben. Das ist ebenso irrsinnig wie 25 Millionen für einen Augsburger namens Baba oder 30 für Leverkusens Son.

Man darf gar nicht überlegen, welche Nachwuchsförderung mit solchen Summen möglich wäre. Und wo wir beim Nachwuchs sind: Liebe Macher in Wolfsburg und anderswo: Darf ein kleiner Junge, der grad erst stolz sein De-Bruyne-Trikot erworben hat, jetzt eigentlich zum kostenlosen Umtausch kommen? Und dann Draxler nach Hause tragen?

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