HNA-Kommentar

Trennung von Scholl und ARD: Schade, dass der Spaß ein Ende hat

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Mehmet Scholl

Nach einem Eklat beim Confederations Cup hat die ARD den Vertrag mit Mehmet Scholl nun doch aufgelöst. Ohne Scholl droht die Fußball-TV-Landschaft zu veröden, sagt HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Das Traumduo der TV-Fußball-Begleitung ist gesprengt. Mehmet Scholl scheidet bei der ARD aus. Moderator Matthias Opdenhövel muss sich nach einem neuen Partner umsehen. Was schwierig werden dürfte. Einen wie Scholl gibt es nicht häufig in der Fußball-Welt.

Scholl tourte schon mal mit den Sportfreunden Stiller. Er hört Britpop und US-Folk. Der Großteil seiner Berufskollegen hechelt lieber „Atemlos“ und freut sich über ein „Hoch auf uns“. Während mancher Profi mit dem Ferrari über Autobahnen donnert, im Zweifel ohne Führerschein, wirbt Scholl für Dacia. Man würde ihm sogar abkaufen, dass er die Marke wirklich fährt.

Und so hat Scholl auch kommentiert. Häufig gegen den Strom, stets offen und gradlinig, meist mit trockenem Humor. Scholl war der Rock´n´Roller im Land der Mainstream-Experten. Dass er dabei auch übers Ziel hinausgeschossen ist, steht außer Frage. Und dass ausgerechnet ein Bericht über Doping im russischen Fußball zum Zerwürfnis führte, verwundert.

Trotzdem bleibt am Ende: Ohne Scholl droht die Fußball-TV-Landschaft zu veröden. Schade, dass der Spaß ein Ende hat. 

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