Kramer traut Gladbach Champions League zu

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Christoph Kramer will Borussia Mönchengladbach in die Champions League führen. Foto: Soeren Stache

Belek (dpa) - Vor der Rückkehr zu Bayer Leverkusen hat Christoph Kramer bei Borussia Mönchengladbach noch etwas zu erledigen. In der zweiten Serie der Fußball-Bundesliga will der Weltmeister mit den Borussen hoch hinaus.

"Der Verein hat mir total viel gegeben. Es wäre eine Genugtuung für mich, wenn ich helfen könnte, dass der Club international eine Klasse höher als Europa League spielt", sagte der Gladbacher Mittelfeldspieler zum Ende des Trainingslagers in Belek.

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler hat ein turbulentes Jahr hinter sich und weiß auch, dass nach dem WM-Sieg in Brasilien nicht alles optimal gelaufen ist. Sportlich gab es kaum Kritik, Trainer Lucien Favre hat sich immer vor seinen Schützling gestellt. Doch in der Außendarstellung hat sich der Shootingstar das Leben manchmal selbst schwer gemacht. "Ich habe mich zu Dingen geäußert, zu denen ich mich nicht hätte äußern müssen. Daraus habe ich meine Lehren gezogen", meinte Kramer.

Für die Rückrunde hat sich der Nationalspieler viel vorgenommen: Die erneute Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb und natürlich einen Abschied mit guten Leistungen. "Ein Stück meines Herzens wird immer Raute bleiben, weil ich nicht vergesse, was mir der Verein gegeben hat. Dass ich durch den Verein, den Trainer und die fantastischen Fans letztlich Weltmeister geworden bin", betonte Kramer.

Der Verlust des Defensiv-Stabilisators kann für Borussia auch eine Chance sein. Bei der Suche nach einem Nachfolger schweift der Blick der Verantwortlichen zunächst durch die eigenen Reihen. Der erst 19 Jahre alte Mo Dahaud, der zuvor wegen eines Sehnenteilrisses im Oberschenkel länger pausieren musste, hat beim einwöchigen Vorbereitungsprogramm in der Türkei einen guten Eindruck hinterlassen. Bislang wartet der Junioren-Nationalspieler noch auf sein Bundesliga-Debüt, in der Europa League kam er schon zum Einsatz.

Auch andere Nachwuchsspieler aus dem Fohlen-Stall konnten sich empfehlen. So kamen Bilal Sezer, Marlon Ritter, Steffen Nkansah und Marvin Schulz in den Testspielen gegen Arminia Bielefeld (2:0), Werder Bremen (2:3) und Genclerbirligi (2:4) zum Einsatz. Nkansah war das erste Mal mit den Lizenzspielern im Trainingslager. "Es ist für mich eine große Ehre, dass ich mich hier bei den Profis präsentieren darf", sagte der 18-Jährige.

Nach der letzten Trainingseinheit unter der Sonne Beleks endete am heutige die Vorbereitungswoche. Am Samstag steht in der Heimat das nächste Testspiel gegen Rot-Weiss Essen an. Zum Bundesliga-Rückrundenstart treten die Gladbacher am 31. Januar beim VfB Stuttgart an.

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