Nationalspieler mit Turbo-Konter

Leipzig verhindert Hamburger Tabellenführung: Keita und Werner treffen

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Timo Werner (r.) trifft zum 2:0, Sakai kommt zu spät.

70-Millionen-Mann Naby Keita und Shootingstar Timo Werner haben RB Leipzig zum Auswärtssieg beim Hamburger SV geführt. Mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg im Volksparkstadion verhinderten die Sachsen den Sprung des HSV an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga für eine Nacht.

RB um Coach Ralph Hasenhüttl kommt dagegen immer besser in Fahrt und feierte den zweiten Saisonsieg.

Mittelfeldspieler Keita, der zur kommenden Saison zum FC Liverpool wechselt, traf in der 67. Spielminute mit einem Distanzschuss aus 20 Metern. Acht Minuten später spielte Werner bei einem Konter sein großes Tempo aus und blieb vor Torhüter Christian Mathenia cool (75.).

"Wir können uns keinen Vorwurf machen. Wir haben gekämpft und Leidenschaft gezeigt. Der Sieg von Leipzig ist aber gerecht", sagte HSV-Profi Gideon Jung bei Eurosport.

Leipzigs Unterschied ist die individuelle Klasse

Bis zum ersten Gegentreffer hatte der HSV vor 50.231 Zuschauern gut mitgehalten und auch Chancen zur Führung verzeichnet. Leipzig steigerte sich in der zweiten Hälfte und profitierte von der individuellen Klasse seiner Starspieler.

Viele Augen richteten sich von Beginn an auf Werner, der von den Fans der deutschen Nationalmannschaft nach seinen Galaauftritten gefeiert wurde. In Hamburg war das Pfeifkonzert zunächst aber wieder laut.

Doch der 21-Jährige ließ sich davon nicht beeindrucken und eröffnete Leipzig die erste Torchance. Nach schnellem Antritt legte Werner quer zu Jean-Kevin Augustin, der nur knapp verfehlte (6.). RB war zu Beginn das bessere Team - präziser, zielstrebiger, gefährlicher. Kapitän Willi Orban (11.) und Werner (16.) kamen zu den nächsten Gelegenheiten.

Die Hausherren versteckten sich aber keineswegs und zeigten sich im Offensivspiel durchaus mutig. Mit der ersten starken Szene von Bobby Wood nahm das Selbstvertrauen bei den Gastgebern deutlich zu (21.). Nun presste die Gisdol-Elf aggressiver und hätte in Führung gehen müssen, doch Filip Kostic versagten nach feinem Zuspiel von André Hahn freistehend vor Peter Gulacsi die Nerven (24.). Wieder 180 Sekunden später verzog der Brasilianer Walace per Direktabnahme nur knapp.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff herrschte dann plötzlich helle Aufregung im HSV-Strafraum - und Werner war mittendrin. Nach einem Tackling von Albin Ekdal ging der Nationalspieler zu Boden und Deniz Aytekin entschied zunächst auf Elfmeter. Nach Kontakt mit dem Videoschiedsrichter änderte der Referee seine Meinung und gab zurecht nur eine Ecke (45.).

Leipzig spielt, der HSV kontert

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb die Partie umkämpft. Leipzig - mit 20-Millionen-Zugang Kevin Kampl auf der Bank - bemühte sich um eine spielerische Linie. Der HSV setzte weiter auf schnelles Umschalten und hohe Bälle in die Spitze. Gisdols Konzept funktionierte durchaus. Luca Waldschmidt, für den angeschlagenen Kostic eingewechselt, verzog nur knapp (60.).

Nach Keitas Führungstreffer agierte Leipzig mit dem in der 69. Minute eingewechselten Kampl clever und fing die Mehrzahl der wütenden HSV-Angriffe souverän ab. Werner sorgte für die Entscheidung. Leipzig beendete das Spiel allerdings in Unterzahl, da Keita kurz vor dem Ende verletzt vom Platz humpelte und Hasenhüttl schon drei Auswechslungen vorgenommen hatte.

SID

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