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Auffälligkeiten der Königsklasse: Leipzigs Schock, Sevillas Abschied

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Von: Maximilian Bülau

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Kevin Kampl (links) und Dominik Szoboszlai.
Für ihren verletzten Torhüter: die Leipziger Kevin Kampl (links) und Dominik Szoboszlai mit dem Trikot von Peter Gulacsi. © Jan Woitas/dpa

Zwei Siege der Fußball-Bundesligisten gab es am Champions-League-Mittwoch zu bejubeln. Allerdings sorgte die schwere Verletzung von Torhüter Peter Gulacsi beim 3:1-Erfolg von RB Leipzig gegen Celtic Glasgow dennoch für gedrückte Stimmung.

Borussia Dortmunds 4:1-Sieg beim FC Sevilla hatte dagegen Konsequenzen für den Trainer der Spanier – die aber schon vorher festgestanden haben sollen. Die Auffälligkeiten der Königsklasse.

Der Schock

Nach nur zehn Minuten musste Leipzigs Torwart und Kapitän Peter Gulacsi vom Feld getragen werden. Nach einem missglückten Rückpass von Timo Werner war der 32-Jährige zu einer Rettungsaktion gezwungen worden, blieb dabei im Rasen hängen. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich schnell: Der Ungar hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird den Sachsen nun lange fehlen. Gegen die Schotten kam Janis Blaswich für Gulacsi ins Spiel und blieb ohne Fehler.

Eigentlich war es ein guter Abend für RB, das im dritten Gruppenspiel den ersten Sieg einfuhr und hinter den makellosen Madrilenen von Real und Donezk (vier Punkte) noch alle Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals hat. So richtig zum Feiern zumute war hinterher aber niemandem bei Leipzig angesichts der schweren Verletzung des Torhüters, der 2015 aus Salzburg gekommen war.

Ärger gab es zudem zwischen Trainer Marco Rose und Angreifer Werner nach dessen Auswechslung in der 71. Minute. Werner klatschte nur widerwillig mit seinem Coach ab und setzte sich ganz ans Ende der Bank. Vielleicht lag das auch daran, dass es ein sehr unglücklicher Auftritt des Nationalspielers war. Nicht nur der Rückpass zu Gulacsi hatte Folgen, ein verunglückter Hackentrick im Mittelfeld führte zu einem Konter von Celtic und dem zwischenzeitlichen 1:1 von Jota (31.). Besser machten es dagegen Werners Sturmpartner Christopher Nkunku und André Silva, die mit ihren Treffern (27. Nkunku, 64. und 77. Silva) für den wichtigen Sieg sorgten.

Der Abschied

Es ist eine skurrile Geschichte. In spanischen Medien war in den vergangenen Tagen zu lesen, dass Julen Lopetegui entlassen wird – ganz egal, wie das Heimspiel gegen Dortmund enden wird. Die Spanier verloren nach Treffern von Raphael Guerreiro (6.), dem überragenden Jude Bellingham (41.), Karim Adeyemi (43.) und Julian Brandt (75.) 1:4 gegen den Bundesligisten, nur Youssef En-Nesyri war für Sevilla erfolgreich (51.).

Kurz nach dem Abpfiff war dann klar: Die Medien hatten in diesem Fall die richtigen Informationen, der Trainer wurde entlassen. 2019 war Lopetegui nach einer unglücklichen Zeit bei Real Madrid verpflichtet worden, hatte 2020 die Europa League mit Sevilla gewonnen und den Klub drei Jahre in Folge in die Champions League geführt. Doch nicht nur in der Königsklasse läuft es mit nur einem Punkt aus drei Spielen in dieser Saison schlecht. Auch in der Liga kamen die Spanier mit nur fünf Zählern aus sieben Partien nicht gut aus den Startlöchern, stehen auf Rang 17. Die Fans verabschiedeten ihren ehemaligen Erfolgscoach dennoch mit viel Applaus. Etwas Besonderes nach einem 1:4. (Maximilian Bülau)

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