Kritik an Millionen-Einkäufen

Löw: China sollte eigenen Nachwuchs ausbilden

+
Joachim Löw hält die Millionen-Einkäufe der chinesischen Super League für einen falschen Weg. Foto: Christian Charisius

St. Petersburg (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw hält die Millionen-Einkäufe der Super League für den falschen Weg zur Entwicklung des chinesischen Fußballs.

"Sie haben ein Millionenreservoir an jungen Fußballern. Ob man das Ziel so erreicht, wie sie es jetzt angehen, weiß ich nicht", sagte Löw in einem Interview der Funke-Mediengruppe.

China strebe danach, einmal die WM auszurichten und sogar Weltmeister zu werden. "Das Wichtigste für China ist, dass sie ihre eigenen Spieler professionell ausbilden, dass sie Akademien gründen und im Nachwuchsbereich gute, junge Trainer einstellen. Dann kann China es schaffen, zu den großen Fußballnationen aufzuschließen", sagte Löw.

Zurzeit setze China eher auf die Vermarktung der chinesischen Liga, deren Clubs für viel Geld Profis aus dem Ausland verpflichten. "Die Summen, die da teilweise im Raum stehen, sind schon abenteuerlich.", befand Löw. Im Wintertransferfenster bis März hatte Chinas Liga mit stolzen 388 Millionen Euro so viel Geld für ausländische Stars ausgegeben wie nie zuvor. Zuletzt war spekuliert worden, dass der Dortmunder Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang für mehr als 80 Millionen Euro zu Tianjin Quanjian wechseln könnte.

Interview der Funke-Mediengruppe mit Löw

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.