Test gegen Dänemark

Löw: "Das war eine gute Standortbestimmung"

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Bundestrainer Joachim Löw war mit dem 1:1 gegen Dänemark zufrieden. Foto: Christian Charisius

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in ihrem Confed-Cup-Testspiel in Dänemark ohne zahlreiche Top-Stars nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Als nächster Gegner wartet ein Underdog.

Kopenhagen (dpa) - Fragen an Bundestrainer Joachim Löw in der Pressekonferenz nach dem 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Testspiel gegen Dänemark.

Wie fällt Ihre Analyse nach dem flotten Spiel aus?

Joachim Löw: Das war eine gute Standortbestimmung gegen eine Mannschaft aus Dänemark mit vielen erfahrenen Spielern, die sehr eingespielt war. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe nach nur einer Trainingseinheit. Die Spieler hatten vorher keinen Rhythmus. Wir haben dennoch sehr geordnet gespielt, hatten gute Ballpassagen, haben uns auch gute Möglichkeiten herausgespielt. Es war ein großes Engagement zu spüren. Das ist eine gute Basis, um in den nächsten Wochen zu arbeiten.

Was ist Ihnen noch besonders aufgefallen?

Löw: Das Gegentor hätten wir vermeiden können. Die Reaktion darauf war aber gut. Wir haben nicht nachgelassen. Wir sind nicht nervöser geworden und haben das Spiel ganz gut beherrscht.

Waren Sie selbst überrascht über die Spielstärke Ihrer neu zusammengestellten Mannschaft?

Löw: Jeder einzelne Spieler hat eine gute Saison gespielt und ein gewisses Maß an Selbstvertrauen getankt. Es war klar, dass wir die individuelle Klasse besitzen. Es war aber ein bisschen überraschend, dass wir es so gut gelöst haben auch hinten heraus, dass wir so ruhig geblieben sind bis auf ein-, zweimal. Dass die Mannschaft in vielen Phasen schon so harmonisch gewirkt hat, das konnte man so nicht erwarten. Die ein, zwei Schwerpunkte, die wir besprochen haben, hat die Mannschaft auch umgesetzt.

Wird jetzt Julian Draxler auch Ihr Confed-Cup-Kapitän?

Löw: Ich habe auf jeden Fall vor, dass er Kapitän ist, wenn er spielt. Es kann sein, dass er auch einmal eine Pause bekommt. Grundsätzlich sollen er und Shkodran Mustafi diese Rolle übernehmen. Sie sind beide schon länger dabei, kennen die Abläufe und Ideen.

Hat Draxler die Kapitänsbinde schon gegen Dänemark beeinflusst?

Löw: Er hat auf jeden Fall die Mannschaft angetrieben, auch verbal in der Kabine. Er hat auf dem Platz Verantwortung übernommen, hat gute Wege gemacht, viele Aktionen gehabt. Natürlich muss er noch in die Rolle hineinwachsen, er ist noch jung. Das ist ein Prozess. Ich glaube, dass er es beim Confed Cup gut macht. Das ist für ihn auch eine gute Erfahrung.

Sie haben sechs Debütanten eingesetzt. Haben Sie Freude an Ihnen gehabt?

Löw: Ja, absolut. Da muss man Respekt zollen. Das ist ja nicht ganz so einfach. Es sind auch viele andere neue Spieler dabei, das erschwert manchmal noch die Aufgabe. Die Spieler, die reinkamen, haben sich relativ schnell reingefunden. Sie hatten überhaupt keine Anlaufzeit. Die von Beginn weg gespielt haben, waren sofort präsent. Kevin Trapp war sehr gut, weil er zwei, drei Bälle glänzend pariert hat. Auch aus dem Spiel heraus hat er gut ausgelöst. Sandro Wagner hat vorne viel gearbeitet, immer zwei Innenverteidiger gebunden. Er war körperlich sehr präsent, hat viel Laufarbeit verrichtet. Und Lars Stindl hat es ganz geschickt gemacht, zwischen den Linien zu spielen. Technisch sehr sauber. Er hatte viele Ballkontakte und war schwer zu greifen für die Dänen, weil er immer die Positionen ein bisschen verändert hat.

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