Wer darf mit nach Russland?

Löws WM-Kader-Puzzle: Die fünf wichtigsten Spieler-Duelle

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Joachim Löw muss mit seinem WM-Kader einige Spieler enttäuschen.

Für seinen WM-Kader muss Bundestrainer Joachim Löw noch einige Spieler streichen. Wir stellen die fünf schwierigsten Entscheidungen vor.

Düsseldorf - 25 Spieler reisten am Dienstag nach Düsseldorf zu Bundestrainer Joachim Löw. Dort bereitet sich die Nationalmannschaft auf die beiden Freundschaftsspiele gegen Spanien (23.3.) und Brasilien (27.3.) vor. Mit zur WM können aber nicht alle Spieler, die jetzt mit dabei sind. Die Qual der Wahl obliegt Bundestrainer Joachim Löw - dessen WM-Puzzle für Russland läuft auf einigen Positionen auf ein Duell hinaus.

Mario Gomez oder Sandro Wagner

Zwei klassische Mittelstürmer, nur ein Platz. Er würde Joachim Löw "uneigennützig empfehlen", diesen Sandro Wagner mitzunehmen - sagt Sandro Wagner. Beide Spieler gleichen sich zu sehr, um beide zu berufen. Timo Werner, pfeilschnell und ein Mann für den Pass in die Tiefe, ist im Angriff zur Nummer eins aufgestiegen. Gomez hat den VfB Stuttgart aus dem Abstiegskampf geschossen. Knifflig.

Bernd Leno oder Kevin Trapp

Nur ein Szenario kann dazu führen, dass beide Torhüter nach Russland reisen dürfen: Kapitän Manuel Neuer müsste die WM verpassen. Marc-Andre ter Stegen hat sich trotz seiner Aussetzer in der Nationalmannschaft mit hervorragenden Leistungen beim FC Barcelona unverzichtbar gemacht. Trapps großes Problem: Er hat bei Paris Saint-Germain keinen Stammplatz. Bei seinen Einsätzen in der DFB-Auswahl hielt er aber stark. Leno ist ein "Licht-und-Schatten-Torwart", wie Oliver Kahn es nennt. So oder so - von dieser Entscheidung dürften Erfolg oder Misserfolg bei der WM nicht abhängen.

Niklas Süle oder Matthias Ginter

In der Innenverteidigung sind Jerome Boateng, Mats Hummels und wahrscheinlich auch Antonio Rüdiger gesetzt. Mehr als vier wird Löw kaum nominieren - bleibt die Wahl zwischen Süle, jung, riesenhaft, kopfballstark, robust, und Ginter, dem Weltmeister ohne Einsatz, der erfahrener ist und zuletzt bei Borussia Mönchengladbach auch mit Offensivqualitäten überzeugte. Der Bundestrainer hält auf beide große Stücke. Leichte Tendenz: Ginter.

Sebastian Rudy oder Emre Can

Dass Sebastian Rudy derzeit am Bett seiner hochschwangeren Ehefrau Elena wacht, lässt sich ihm kaum zum Nachteil auslegen. Der Bayern-Profi ist die "Allzweckwaffe", besonnen, stark im Spielaufbau, durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Can ist die wuchtige, kampfstärkere Variante, zudem beim FC Liverpool unangreifbar. Rechts hinten haben beide schon gespielt. Derzeit liegt Can wohl knapp vorne.

Mario Götze oder Leon Goretzka

Nicht unbedingt ein Duell, ein Entweder-Oder, denn auch Ilkay Gündogan oder Lars Stindl bewegen sich im offensiven Bereich hinter den Spitzen. Goretzka war die Entdeckung des Confed Cups, ist aber auch verletzungsanfällig. Götze hat den "Heldenbonus" von 2014, er wurde zuletzt von Löw und auch von Peter Stöger bei Borussia Dortmund allerdings öffentlich ungewohnt scharf kritisiert. Er könnte am Ende das Nachsehen haben.

Auf der Homepage des DFB finden Sie eine Übersicht über den aktuellen deutschen Kader für die Testspiele gegen Spanien und Brasilien.

SID/rjs

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