Deutsche Fußballer nach Pleite in Irland noch nicht für EM qualifiziert

Long schockt die deutsche Elf: Der Schnellcheck zum Länderspiel

Nur die Männer in Grün jubeln: Während es die deutschen Spieler (von links) Mesut Özil, Jerome Boateng und André Schürrle nicht fassen können, ballt der Ire James McCarthy die Faust. Foto: afp

Das EM-Ticket ist noch nicht in der Tasche. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat überraschend mit 0:1 (0:0) vor 50.604 Zuschauern in Irland verloren.

Jetzt benötigt das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag ab 20.45 Uhr (live bei RTL) unbedingt einen Punkt gegen Georgien. Der Schnellcheck zum Spiel:

Wie war das Spiel im Aviva Stadium in Dublin? 

So wie erwartet: viel Ballbesitz für das deutsche Team. Die Gastgeber standen teilweise mit sieben Spielern an der Strafraumgrenze aufgereiht, wie eine irische Stepptanzgruppe beim großen Finale. Da gab es selten ein Durchkommen für den Weltmeister. An Chancen mangelte es zunächst nicht. Ilkay Gündogans Ball nach Spielzug über Marco Reus, Jonas Hector und Mario Götze wurde von einem gegnerischen Verteidiger über den Querbalken gelenkt (13.), und Mesut Özil setzte das Leder nach Hereingabe von Thomas Müller ans Außennetz (40.). Zwischendurch wurde ein Treffer Müllers nicht anerkannt (19.), weil Özil in Abseitsposition eingegriffen hatte. Zudem bekam Mats Hummels einen möglichen Elfmeter nicht zugesprochen.

Nach der Pause kam dann mehr von den Iren. Ob sie wussten, dass die Schotten zu dem Zeitpunkt im 300 Kilometer entfernten Glasgow gegen den Gruppenzweiten Polen führten? In der 70. Minute gingen sie in Führung: Weiter Abschlag auf Shane Long, der läuft drei Verteidigern davon und überwindet Torwart Manuel Neuer mit einem strammen Schuss ins Eck. In der Schlussphase bauten die Deutschen endlich wieder Druck auf, hatten Chancen durch Müller (78.), Jerome Boateng (81.) sowie Hummels in der Nachspielzeit. Doch ein Tor fiel nicht.

War das Ergebnis denn gerecht?

Sagen wir es so: Die Taktik der Iren mit einer massierten Deckung und einem guten Konter ging voll auf.

Welche Statistik dokumentierte die Dominanz der DFB-Elf besonders?

Die Eckstoß-Bilanz. Bis zur Pause verzeichneten die Deutschen schon so viele, dass es auf dem Bolzplatz bei „Drei Ecken, ein Elfer“ drei Strafstöße gegeben hätte.

Welche personellen Überraschungen gab es in der deutschen Startelf?

Zwei. Dass Matthias Ginter allerdings als Rechtsverteidiger agierte, war nur bedingt überraschend. Weil der Dortmunder in dieser Bundesliga-Saison mehr als einmal auf dieser Position glänzte. Zudem hatte sich Emre Can zuletzt gegen Polen und Schotten nicht gerade für einen Stammplatz empfohlen. Die Hereinnahme von Marco Reus war indes dem Ausfall von Bastian Schweinsteiger (Leistenprobleme) geschuldet. So blieb zwar die Frage unbeantwortet, ob ein System mit Schweinsteiger und Toni Kroos im Mittelfeld nun funktioniert oder nicht. Reus war aber ein eher belebendes Element.

Was ist mit Stürmer Mario Götze? 

Der Profi von den Bayern verletzte sich in einem Zweikampf so unglücklich, dass er in der 35. Minute für André Schürrle ausgewechselt wurde. Erste Diagnose: Verdacht auf Adduktorenverletzung.

Wie war die TV-Übertragung bei der RTL? 

Durchaus unterhaltsam und informativ. Nicht nur, weil zwischendurch auch die Verpflichtung Jürgen Klopps vom FC Liverpool mitgeteilt wurde.

Blaues Wunder: Noch kein EM-Ticket nach 0:1 in Irland

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